Forscher in Japan entwickeln 3D-Druckerset für kostengünstige Zahnprothesen

Forscher des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) teilten mit, dass sie eine neue Methode für die Herstellung kostengünstiger Zahnprothesen entwickelt haben. Diese können nun mittels eines 3D-Druckers hergestellt werden.

Durch die neue Methode sollen die Kosten für künstliche Zähne deutlich sinken, und auch die Produktionszeit soll sich verkürzen. Dafür werden spezielle Scanner verwendet, die den Mundraum ausmessen. Im Anschluss werden aus den Messdaten hochwertige Prothesen hergestellt. Die Kosten umfassen dabei weniger als die Hälfte der Kosten konventioneller Techniken. Die Forscher möchten ihre Technologie innerhalb von zwei Jahren krankenversicherungsfähig machen. So soll sich die innovative Methode bei den Patienten durchsetzen.

Ein Professor für Zahnmedizin an der Tsurumi University’s School of Dental Medicine in Yokohama nutzt die neue Technologie bereits seit dem Frühjahr und bietet seinen Patienten den Zahnersatz an. Allerdings kostet eine Prothese derzeit noch Hundertausende von Yen. Erst, wenn die neue Methode von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird, wird auch der Preis drastisch sinken. Der Professor sagte auch, dass die Technologie unerlässlich ist, da die Zahl der Zahntechniker sinkt.

Ein leitender Forscher an der AISTs Biomaterials Research Group arbeitet mit dem in Tokyo ansässigen Dentallegierungshersteller Ids CO. an den 3D-Druckeprothesenrahmen. Für diese Prothesen wird Laserlicht zum Erhitzen und Auflösen von pulverförmigen Kobalt-Chrom-Legierungen für den Druck eingesetzt. Zusätzlich werden noch Keramikzähne und Kunststoffgummis zu dem Gerüst hinzugefügt. Erst im April erhielten die Wissenschaftlicher eine staatliche Zulassung für die Verwendung von Pulverlegierung. Konventionelle Prothesen werden derzeit auf Basis von Prototypen hergestellt. Diese basieren auf Gipsformen der Mundhöhle.

Da der Prozess viel Handarbeit erfordert, können genaue Prothesen nur schwer hergestellt werden. Aus diesem Grund können nur geschulte Techniker nach den bestehenden Methoden präzise künstliche Zähne herstellen. Durch das neue Verfahren soll es künftig aber auch anderen Menschen möglich sein, genaue Rahmen auf Basis der Messdaten zu erzeugen. Herkömmliche Technologien benötigen fast zwei Wochen für die Fertigstellung eines Gerüstes. Die neue Methode wird dieselbe Arbeit in wenigen Tagen fertigstellen können. Außerdem sagten die Forscher, dass auch die Materialkosten nach ihrer Ansicht mehr als halbiert werden könnten.

Quelle: Asahi Shimbun

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück