• News
  • Podcast
Home News Fotos von Tsunami 1933 werden Kulturgut
Anzeige

Fotos von Tsunami 1933 werden Kulturgut

Tsunamis sind in Japan leider keine Seltenheit. Nun sind Bilder eines Tsunamis von 1933 wieder aufgetaucht, von denen man glaubte, dass sie nach dem Erdbeben von 2011 verloren gegangen waren. Sie wurden nun zu Kulturgütern erklärt.

Häufig Erdbeben in Japan

In Japans Umgebung treffen verschiedene tektonische Platten aufeinander. Durch die Bewegung dieser werden in Japan häufig Erdbeben und Tsunamis ausgelöst. Eines der schlimmsten Beben des 20. Jahrhunderts fand am 3. März 1933 statt. Beim sogenannten Sanriku-Offshore-Erdbeben starben insgesamt 3.008 Menschen.

Bilder des Tsunamis von 1933

Bilder von diesem Unglück zeigen zerstörte Häuser und Trümmer im Taro-Bezirk der Stadt Miyako. In Taro wurden bei dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami 911 Menschen getötet, was 30 Prozent der damals dort lebenden Bevölkerung entsprach. Die Fotos wurden von Juichiro Tsuda, einem Einwohner von Taro, aufgenommen.

Tsuda bewahrte die Bilder in einem Safe auf. Doch nach seinem Tod wurde das Haus vom Tsunami, der dem Tōhoku-Erdbeben aus dem Jahr 2011 folgte, weggespült und mit ihm auch der Safe. Zum Glück wurde der Safe gefunden und der Miyako-Polizeistation übergeben. Diese reichte ihn an Tsudas ältesten Sohn Shigeo weiter. Den Bildern im Innern war nichts geschehen.

vom Tsunami 2011 zerstörte Schule

Forderung nach einem Tsunami-Museum

Im vergangenen November richtete sich Shigeo an die Behörden und forderte den Bau einer Einrichtung, die zugleich Tsunami-Museum und Evakuierungsheim sein soll. Dort sollen dann auch die Bilder ausgestellt werden. Momentan werden sie im Sakiyama Kaizuka Jomon no Mori Museum aufbewahrt und sind noch nicht öffentlich zugänglich. Ob dies in Zukunft geschehen soll, muss die Gemeinde noch entscheiden.

Doch ein wichtiger Schritt wurde schon gemacht: Miyako hat die Fotos als Kulturgüter anerkannt, womit es die ersten Tsunami-Aufzeichnungen sind, die diesen Status erreichen.

„Die Fotos sind historische Kulturgüter, da sie originale Aufzeichnungen sind, die Tsunami-Schäden zeigen“, so ein Sprecher der Gemeinde. Shigeo Tsuda ist darüber sehr erfreut, denn ihm ist es wichtig, dass die Fotos erhalten bleiben.
„Die Fotos gingen einst im großen ostjapanischen Erdbeben von 2011 verloren. Ich möchte, dass sie an die Nachwelt weitergegeben werden, um die Geschichte des Tsunamis und den Schaden, den er verursachte, darzustellen.“

Tohoku Erdbeben
© NY Daily News

Taro häufig Ziel von Tsunamis

Taro wurde schon oft von Tsunamis getroffen. Der schlimmste geschah 1896: Dem Sanriku-Erdbeben folgte eine Welle, der 1.859 Einwohner Taros tötete. Das waren 80 Prozent der damaligen Bevölkerung.

1978 wurde ein Deich gebaut. Mit einer Höhe von 10 Metern und 2,4 Kilometern Länge war er einer der größten Doppeldeiche in Japan und wurde sogar manchmal mit der chinesischen Mauer verglichen. Doch der Tsunami, der dem Tōhoku-Erdbeben folgte, erzeugte eine 16,3 Meter hohe Welle, die den Deich überwand und 181 Menschen in Taro tötete.

Quelle: Asahi

Rolling Sushi - der Japan-Podcast von Sumikai

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Anzeige

Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück