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HomeNachrichten aus JapanFranzösische Köche helfen Bauern in Fukushima

Landwirtschaftliche Produkte sollen gefördert werden

Französische Köche helfen Bauern in Fukushima

Auch mehr als zehn Jahre nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima haben die Menschen in der Region immer noch zu kämpfen. Besonders lokale Bauern müssen sich weiterhin gegen Vorurteile wehren. Französische Köche sollen deswegen helfen und die Produkte wieder populär machen.

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Der Koch Dominique Corby und Patissier Jean-Sebastien Clapie besuchten Ende März die Shiraishi Farm in Iwaki. Sie schauten sich im Rahmen einer Führung landwirtschaftlichen Produkte genau an. Corby zeigte sich unter anderen begeistert von dem angebauten Kohl, der perfekt zu ein Farci mit Schweinefleisch passen würde.

Menschen sollen wieder Produkte aus Fukushima kaufen

Die beiden Franzosen tauschten sich während der Tour mit den Bauern verschiedene Ideen aus, wie sie die Produkte nutzen können. Die Farmer waren dabei sehr dankbar für das Treffen und das Interesse. Sie hoffen, dass ihre Produkte bekannter werden und sie so wieder ihre Verkäufe ankurbeln können.

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Seit der nuklearen Katastrophe müssen alle landwirtschaftlichen Produkte aus der Präfektur durch ein Kontrollsystem, um einen sicheren Verzehr zu garantieren. Obwohl mittlerweile die meisten Lebensmittel als sicher gelten, gibt es weiterhin viele Vorurteile und Verbraucher sind vorsichtig.

Die Regierung versucht dagegen vorzugehen und auch die Exporte anzukurbeln. Das Misstrauen bleibt jedoch weiter erhalten, sehr zum Leid der Farmer und auch Reisbauern. Aus dem Grund wird auf anderen Wegen versucht Aufmerksamkeit zu bekommen.

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Die Tour mit den Köchen über den Hof wurde von der Vereinigung „Eat and Energize the East“ und der gemeinnützigen Organisation „Entrepreneurial Training for Innovative Communities“ organisiert. „Eat and Energize the East“, die Bauern und Lebensmittelhersteller in Tohoku unterstützen, haben bereits in Frankreich und anderen Ländern Geschäftspräsentationen abgehalten. Die Pandemie erschwert ihre Arbeit jedoch.

Zahlreiche Köche unterstützen die Bauern

Sie hoffen deswegen, dass Spitzenköche in Japan helfen können, die den Verbrauchern noch mehr Sicherheit geben als wissenschaftliche Fakten. Mit der Tour wollen sie neue Kunden in Tokyo zu finden, auch internationale, wie der Vorsitzende des Verbandes erklärte.

Coby war bereits in zahlreichen Restaurants in Paris und Japan Küchenchef. Mittlerweile hat er sein eigenes Lokale im Shimbashi Viertel von Tokyo. Clapie arbeitet hingegen im Trunk Hotel in Tokyos Shibuya Bezirk. Auf Instagram hat er mehr als 14.000 Follower und lud auch Fotos von seinem Ausflug nach Fukushima hoch. Er zeigte unter anderen einen Mousse-Kuchen mit Erdbeeren und Tomaten aus Fukushima sowie Sake Kasu mit Karamell.

Mittlerweile gibt es mehr als 200 Köche, welche von der Präfektur offiziell als Unterstützer ernannt wurden. Corby selbst bemüht sich schon vor der Katastrophe darum Fukushima zu fördern und produziert unter anderen eine Marmelade aus lokalen Früchten, die er in Frankreich anbot. Er sieht weithin ein großes Potenzial in den lokalen Produkten, was er der Welt auch zeigen will.

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