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Frau verklagt drei japanische Universitäten, die sie wegen ihres Geschlechts abgelehnt haben

Männliche Bewerber wurden bevorzugt

Im vergangenen Jahr sorgte ein Skandal an der Tokyo Medical University für Aufsehen. Die Fakultät bewertete Aufnahmeprüfungen von Frauen absichtlich schlechter.

So wurden mehr Männer angenommen, obwohl die Frauen eigentlich ausreichend Punkte bekommen hätten. Einige Zeit später wurden weitere Fälle an anderen Universitäten bekannt.

Zwar hatten die Universitäten angeboten, dass sie die Gebühren für die Prüfungen zurückzahlen, allerdings hat eine Frau nun drei Universitäten verklagt, um gegen dieses Vorgehen anzukämpfen.

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Die Klägerin sagte, dass ihr unrechtmäßiges Scheitern in den Aufnahmeprüfungen der Universitäten ihren Charakter diffamierte und dass sie Zeit und Geld für Nachhilfeschulen ausgeben musste.

Universitäten auf mehrere Millionen Yen Entschädigung verklagt

Die Klage wurde am 5. Juni beim Bezirksgericht Tokyo eingereicht. Gefordert werden insgesamt 36,21 Millionen Yen (ca. 296.342,64 Euro) Entschädigung von der Tokyo Medical University, der Showa University und der Juntendo University.

„Ich möchte, dass sie faire Aufnahmeprüfungen für weibliche Kandidaten und diejenigen, die diese Tests bereits bestanden haben, durchführen“, sagte die Klägerin auf einer Pressekonferenz am 5. Juni. „Es wäre völlig sinnlos, wenn sie nach Ablauf der Zeit wieder ungerechte Prüfungen ablegen würden.“

Nur die Spitze des Eisbergs

Alle drei Universitäten hatten bereits zugegeben, dass die Aufnahmeprüfungen manipuliert wurden, um männliche Bewerber, Erstsemester oder Verwandte von Alumni zu bevorzugen.

„Mein Fall ist nur die Spitze des Eisbergs“, so die Frau. „Ich möchte, dass die Universitäten Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass solche unfairen Aufnahmeprüfungen dem Leben von Menschen schädigen.“

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Die Frau hat nach ihrem Universitätsabschluss als Stipendiatin einer medizinischen Einrichtung gearbeitet. Aber der Tod ihres Vaters entfachte ihre Ambitionen, Arzt zu werden. Sie kündigte ihren Job und studierte etwa ein Jahr lang mit Schwerpunkt auf den Aufnahmeprüfungen der medizinischen Fakultäten.

Nach der Prüfung wurde sie informiert, dass sie den zweiten Teil der Prüfungen an den drei Universitäten nicht bestanden hat.

Da ihre Ersparnisse knapp wurden, war sie kurz davor ihren Traum aufzugeben Ärztin zu werden. Allerdings beschloss sie dank der Unterstützung ihrer Familie noch ein Jahr weiterzulernen.

Skandal wurde im August 2018 öffentlich

Im August 2018 wurden dann weitere Fälle von Kandidatinnen bekannt, die diese Prüfungen nicht bestanden haben und der Betrugsfall wurde bekannt.

Im November bekam sie dann von zwei Universitäten einen Brief, in denen es hieß, dass sie eigentlich bestanden hätte. Die dritte Universität teilte ihr das Ergebnis per Telefon mit.

1 Million Yen und Gebühren als Entschädigung angeboten

Im Mai dieses Jahres bot ihr die Universität in Tokyo 1 Million Yen als Entschädigung an, die anderen beiden Universitäten wollten nur die Gebühren für die Aufnahmeprüfung zurückzahlen.

„Es ist seltsam, dass eine Schule nur 1 Million Yen für die ganze Zeit zahlt, die ich nie wieder zurückbekommen kann“, sagte die Frau. „Und die beiden Schulen sagten, sie würden nur die Prüfungsgebühren zurückerstatten. Ich möchte, dass sie mich aufrichtig behandeln. ”

Quelle: AS

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