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Frauen der japanischen Kaiserfamilie von der Krönungszeremonie ausgeschlossen

Am ersten Mai beginnt in Japan eine neue Ära mit der Krönung des neuen Kaisers. In einer feierlichen Zeremonie besteigt dann Kronprinz Naruhito den Thron. Zu dem Ereignis sind nur besonders hohe Gäste geladen. Die japanische Regierung gab am Donnerstag bekannt, dass allerdings nur erwachsene Männer der Kaiserfamilie der Zeremonie beiwohnen dürfen. Frauen und Minderjährige müssen draußen bleiben.

Die Entscheidungen begründete die Regierung damit, dass nach dem kaiserlichen Haushaltsgesetz nur erwachsene Männer den Thron besteigen dürfen. Minderjährige sind dazu allgemein nicht bei der Zeremonie erlaubt. Umso ungewöhnlicher ist die Nachricht, dass Kabinettsministerinnen bei der Krönung dabei sein dürfen. Die Begründung dafür ist, dass die Frauen nur Beobachterinnen sind und nicht mit der imperialen Nachfolge in Verbindung stehen.

Allgemein darf mit der Regelung nur eine Frau teilnehmen, da es im Kabinett aktuell nur eine Ministerin gibt. Ob Satsuki Katayama jedoch bei dem Ereignis dabei ist, ist noch nicht bekannt. Bei der Krönungszeremonie von Kaiser Akihito 1989 war keine einzige Frau anwesend, da es zu dem Zeitpunkt keine Ministerin gab.

Nur zwei Prinzen sind bei der Krönung dabei

Beim „Sokui go Choken no Gi“-Ritual hingegen sind Frauen aus der Kaiserfamilie wieder erlaubt. Es handelt sich bei Sokui go Choken no Gi um die erste Audienzzeremonie des neuen Kaisers, die am selben Tag stattfindet. Geladen sind unter anderem hochrangige Parlaments- und Regierungsbeamte und Gemeindevertreter.

Die Krönungszeremonie selbst, die Kenji to Shokei no Gi heißt, läuft nach strengen Vorschriften ab. Sie findet genau um 10:30 Uhr im Kaiserpalast in Tokyo statt. Anwesend sind neben den Kabinettsministern die Parlamentsvorsitzende und die Obersten Richter. Von der Kaiserfamilie sind nur der 53-jährige Prinz Fumihito, der jüngste Sohn von Akihito und der 83-jährige Prinz Hitachi, Akihitos Bruder, dabei.

Akihito feiert nächsten Monat sein 30. Jubiläum als Kaiser

Am 22. Oktober findet die offizielle Parade statt, wo der neue Kaiser sich in einem Cabrio-Modell der Luxuslimousine Century von Toyota Motor Corp. dem Volk zeigt. Premierminister Shinzo Abe wird die Parade dabei anführen. Eine genaue Route steht noch nicht fest. Vor all den großen Ereignissen rückt Kaiser Akihito noch einmal ins Rampenlicht. Zum 30. Jahrestag seiner Krönung am 24. Februar gibt es im Nationaltheater eine große Zeremonie. Der Gouverneur von Fukushima, Masao Uchibori, und der ehemalige Außenminister, Yoriko Kawaguchi, wollen dem Kaiser im Namen der Öffentlichkeit für seine Arbeit danken.

Akihito gilt bei der Bevölkerung als sehr beliebt, da er sich volksnah zeigt und 2011 nach dem Tsunami und Erdbeben persönlich nach Fukushima reiste, um den Betroffenen Mut zu machen. Er setzte sich stets für den Frieden ein und das Wohl der Bevölkerung. Viele zeigten sich betroffen, als er 2016 seinen Rücktritt ankündigte, da es ihm gesundheitlich nicht gut gehe. Zuvor unterzog sich Akihito einer Herzoperation und einer Behandlung gegen seinen Prostatakrebs. Er ist damit der erste Kaiser seit 200 Jahren, der sein Amt niederlegt.

Quelle: Mainichi Shimbun

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