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Festnahme wird kritisch gesehen

Frauen kritisieren die Festnahme von japanischer Zeitungsreporterin

Japanische Medien können mit ihren Berichterstattungen manchmal ziemlich aufdringlich sein. Kürzlich wurde die Reporterin einer Zeitung aus Hokkaido festgenommen, was für starke Kritik von anderen Frauen aus der Branche sorgte.

Am 22. Juni wurde eine 22 Jahre alte Reporterin der Asahikawa Abteilung der Hokkaido Shimbun auf dem Gelände der Asahikawa Medical University in Asahikawa festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, den Campus unrechtmäßig betreten zu haben.

Reporterin wollte nur von einer Sitzung berichten

Die junge Frau wurde im vierten Stock des Gebäudes für Krankenpflege aufgegriffen. Sie erklärte dabei, dass sie auf dem Weg zur einem geschlossenen Treffen zur Entlassung des Präsidenten der Universität war, das für den Tag angekündigt wurde.

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Nach eigenen Angaben hatte sie sich verlaufen und war auf der Suche nach dem Raum, in dem das Treffen stattfinden sollte. Was die Reporterin allerdings wohl nicht wusste, war, dass kurz zuvor sämtliche Mediengruppen davon informiert wurden, dass Reporter beim Treffen nicht erlaubt sind und sie erst später das Gelände betreten dürfen.

Die Frau wurde deswegen mit auf die Asahikawa Higashi Police Station gebracht, wo sie erst am 24. Juni wieder freikam. Gegen sie läuft nun eine Untersuchung.

Der Vorfall sorgte bei vielen für Empörung, da sie das Vorgehen der Polizei nicht gerechtfertigt sahen. Die Women in Media Network Japan, eine Gruppe an Frauen aus der Medienbranche, protestierte gegen die Verhaftung der Frau mit einem Statement.

Festnahme sei übertrieben und gefährlich

In ihm sehen sie die Festnahme und die Verwahrung der Frau als ein ernsthaftes Problem an, das im Widerspruch mit der Pressefreiheit und der Freiheit zur Berichterstattung steht. Sie befürchten, dass der Fall eine abschreckende Wirkung auf Aktivitäten zu Berichterstattungen haben wird.

Die Gruppe merkt an, dass die Universität zu einer nationalen Universitätsgesellschaft gehört und somit öffentliches Eigentum ist. Sie sollte deswegen für alle Menschen zugänglich sein und gerade Reportern natürlich den Zutritt erlauben, es sei den, es gibt einen triftigen Grund dagegen.

Allgemein sieht die Gruppe die Festnahme ebenfalls als eine überzogene Maßnahme an und sie hoffen, dass die Untersuchung gegen die Reporterin eingestellt wird, die in ihren Augen nichts falsch gemacht hat.

Es kommt in Japan eher selten vor, dass Reporter von der Polizei festgenommen werden, da ihre Arbeit durch die Pressefreiheit geschützt wird. Allerdings kann es bei der Berichterstattung selbst zu Problemen kommen, wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen und verleumderische Züge haben, wie es im Fall eines Fake-Reporters Anfang des Jahres war.

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