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Regierung muss schnell reagieren

Frauen leiden in Japan am meisten an den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie

Frauen leiden in Japan am meisten an den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, da nicht nur ihr Einkommen eingebrochen ist, sondern auch die Chance, schnell einen neuen Job zu finden, gerade für alleinerziehende Mütter.

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Wie eigentlich überall auf der Welt ist es für alleinerziehende Mütter schwierig einen Job zu finden, da viele Firmen glauben, dass es zu schwierig ist einen Vollzeitjob und die Kindererziehung unter einen Hut zu bekommen. Daher arbeiten viele alleinerziehende Mütter in Halbtags bzw. geringfügigen Beschäftigungen – Arbeitsstellen, die allerdings zuerst abgebaut werden.

Zahl der erwerbstätigen Frauen im April stark gesunken

Auf der Grundlage einer Arbeitsmarkterhebung des Ministeriums für Innere Angelegenheiten und Kommunikation vom April sank die Zahl der erwerbstätigen Frauen gegenüber dem Vorjahresmonat um 530.000 auf 29,3 Millionen.

Experten betonen die Notwendigkeit, ein Sicherheitsnetz für Frauen zu schaffen, die im Allgemeinen einen größeren Prozentsatz der sogenannten nicht regulär Beschäftigten in Japan ausmachen, die meist in Teilzeit oder Vollzeit mit befristeten Verträgen arbeiten und durch das sogenannte „Beschäftigungsanpassungsventil“-System als Erstes bei einem wirtschaftlichen Abschwung entlassen werden.

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In Japan gilt man als regulärer Arbeitnehmer, wenn man direkt von einem Arbeitgeber ohne eine im Voraus festgelegte Beschäftigungsdauer eingestellt wird und die zu festgelegten Zeiten arbeitet. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit im Mai zum ersten Mal drei Monate hintereinander gestiegen. Die Daten zeigten auch, dass sich das Tempo der Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt nach der Erklärung des Ausnahmezustands der japanischen Regierung beschleunigte.

Trotz Förderung zeigen Daten, dass Frauen oft in nicht regulären Arbeitsverhältnissen beschäftigt werden

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Seit Anfang 2010 schien die Beschäftigung japanischer Frauen stetig zu wachsen, wobei die japanische Regierung die Beteiligung von Frauen an der Arbeitswelt aktiv fördert, da aufgrund der sinkenden Geburtenrate und der alternden Bevölkerung ein Arbeitskräftemangel herrscht. Tatsächlich überschritt die Zahl der arbeitenden Frauen im Juni letzten Jahres zum ersten Mal die 30-Millionen-Grenze.

Aber die Aufschlüsselung, bei der weibliche Führungskräfte nicht berücksichtigt werden, zeigt ein anderes Bild: Mehr als die Hälfte der beschäftigten Frauen sind in nicht regulären Arbeitsverhältnissen – mehr als doppelt so viele wie bei den Männern. Im April ging die Gesamtzahl der nicht regulär Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 970.000 zurück, davon 710.000 Frauen. Dem steht ein Anstieg von 410.000 regelmäßig beschäftigten Frauen im selben Monat gegenüber.

Bei Frauen im Alter von 35 bis 44 Jahren, die in nicht regulären Beschäftigungsverhältnissen tätig sind und von denen viele Kinder erziehen, wurde im selben Monat ein drastischer Rückgang um 280.000 verzeichnet.

Japanische Regierung ignoriert das Problem

Diese Situation führt dazu, dass immer mehr Frauen nicht mehr in der Lage sind, ihre Miete zu bezahlen und große Probleme haben, die finanziellen Mittel für die Erziehung von Kindern aufzubringen. Mittlerweile werden viele Stimmen laut, die die japanische Regierung auffordern schnell zu handeln, da die Situation immer prekärer wird. Leider scheint der Regierung das Problem noch nicht bewusst genug zu sein, auch die Folgen für die Arbeitswelt scheint die Regierung nicht zu sehen.

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Denn Kinder zu bekommen, wird für die Menschen in Japan immer unattraktiver, insbesondere für Frauen, da nach aktuellem Recht der Mann sich nicht um ein Kind kümmern muss, wenn er seine Partnerin verlässt.

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