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Präfektur macht große Fortschritte

Fukushima könnte schon 2040 ausschließlich erneuerbare Energien nutzen

Nach der nuklearen Katastrophe 2011 hat sich die Präfektur Fukushima vorgenommen, nur noch auf erneuerbare Energien zu setzen. Auch wenn es einige Rückschläge gab, ist die Region tatsächlich auf einem guten Weg in den kommen Jahren nur noch grüne Energie zu nutzen.

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2012 hatte der damalige Gouverneur von Fukushima, Yuhei Sato, bekannt geben, dass sie nun einen anderen Weg gehen wollen. Die Präfektur wolle nun eine Gesellschaft aufbauen, die sich mit der Förderung von erneuerbare Energie weiterentwickeln kann, ohne auf Energie aus Atomkraft angewiesen zu sein.

Fukushima will sein Wort halten

Zu dem Zeitpunkt setzte sich Sato das Ziel, dass die Präfektur bis 2040 komplett grünen Strom hat. Was damals noch belächelt wurde, ist nun gar nicht mehr so unwahrscheinlich. In den letzten Jahren hat sich nämlich viel getan und die Region gilt mittlerweile als einer der Vorreiter der erneuerbaren Energie.

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Im April 2020 hatte Fukushima es geschafft, von allen 47 Präfekturen den ersten Platz bei der Erzeugung von Solarenergie zum erreichen. Bei der Windkraft schafften sie es landesweite auch dem achten Platz. Besonders ehemalige Katastrophengebiete haben große Anstrengungen unternommen, um sauberen Strom zu ermöglichen.

Die Küste von Minami-Soma wurde 2011 von dem Tsunami stark verwüstet. Zehn Jahre später ist davon nicht mehr viel zu sehen und nun säumen Windräder sowie Solaranlagen die Küste. In der ganzen Region wurde allgemein der Solarstrom stark ausgebaut. Unter anderem befinden sich nun Einheiten auf Hausdächern, ehemaligen Golfplätzen und anderen Anlagen.

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Auch auf Wasserkraft wird gesetzt, die im Geschäftsjahr 35 Prozent der gesamten Energieerzeugnisse lieferte. Bei der Windkraft wird hingegen die Förderung noch weiter ausgebaut. Dass große Offshore-Windparkprojekt vor der Küste der Präfektur scheiterte zuletzt und ließ viele Bürger sehr enttäuscht zurück.

Hunderte Windräder sind geplant

Aufgegeben wurde jedoch nicht und so sollen im Abukuma Hochland im Osten von Unternehmen zahlreiche Windräder gebaut und ans Stromnetz angeschlossen werden, wofür es finanzielle Unterstützung von Fukushima gibt. Zwischen 800.000 bis 1,6 Millionen Kilowatt an Strom sollen durch die Anlagen am Ende erzeugt werden.

Dafür werden 300 bis 600 Windräder benötigt. Um die 20 Unternehmen planen zurzeit eine Vereinigung zu gründen, um die Aufträge zur Wartung der Anlagen aufzuteilen. Interessanterweise haben einige der Firmen sich vor einigen Jahren noch mit Atomkraft befasst.

Durch ein nationales System können große Elektrizitätsunternehmen den bereits erzeugten grünen Strom zu einem Festpreis kaufen. Gleichzeitig gibt es ein Subventionsprogramm für Fukushima, um Projekte weiter zu fördern wie die Windanlagen. Die Bemühungen des ehemaligen Katastrophengebietes beeindruckt viele und ihre harte Arbeit könnte maßgeblich dazu beitragen, Japans Politik zu erneuerbaren Energie für die Zukunft zu bestimmen.

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