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Fukushima: Statue im Schutzanzug löst Kritik aus

Kunst ist immer eine Sache des persönlichen Geschmacks. Allerdings löst nun die Statue eines Kindes im Schutzanzug in der japanischen Präfektur Fukushima starke Kritik aus.

Die 6,2 Meter hohe Figur des sogenannten „Sun Child“ trägt einen gelben Schutzanzug, dessen Brust ein Strahlungszähler mit der Anzeige „000“ ziert. In der Hand hält es dazu einen Helm. Die vom Künstler Kenji Yanobe geschaffene Statue soll seinen Wunsch nach einer Welt ohne Atomkatastrophen zum Ausdruck zu bringen.

Problematisch an der Statue sei der Inhalt ihrer Präsentation. Nach der Reaktorkatastrophe 2011 in Fukushima transportiert die Statue nun die Aussage, dass die Bewohner nach dem Unglück so eine Art der Ausrüstung zum Leben hier benötigen, so einige kritische Stimmen auf Twitter. Zudem könne die Figur dahingehend missverstanden werden, dass bei Abnahme des Helmes die Strahlenbelastung auf Null sinke. Sie fordern die Entfernung der Statue.

Auf seiner Website entschuldigte sich der Künstler am Freitag für das Unbehagen, das er einigen Bewohnern mit seiner Statue bereitete. Die Figur entwarf er aufgrund der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Sie wurde am 3. August in der Stadt Fukushima, nahe der JR Fukushima Station aufgestellt. Yanobe sagte: „Ich wollte eine Arbeit machen, die die Menschen in Fukushima ermutigt und wählte deshalb die Statue eines Kindes, das sich tapfer und stark gegen alle Schwierigkeiten, denen es gegenübersteht, stellt“. Der Schutzanzug sei dabei auch ein Symbol einer Rüstung gegen die Probleme, die man zu bewältigen hat.

Auf Twitter rief Fukushimas Bürgermeister Hiroshi Kohata zum Verständnis auf. Zeitgenössische Kunst ist abstrakt und sei nicht gleichzusetzen mit Wissenschaft. Es ist bisher unklar, ob die Statue entfernt wird.

Quelle:Kyodo News

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1 Kommentar

  1. Sollen sie doch einfach eine Tafel aufstellen, mit einer kurzen Erklärung was diese Statue darstellen soll. Aber vielleicht gibt es die ja schon und im Internet wurde nur das Bild der Statue verbreitet.

    Ansonsten gibt es immer Leute, die Kunst falsch verstehen, allerdings muss ich zugeben, dass diese Assoziation doch ziemlich nahe liegt. Während die Erklärung des Künsters wohl nicht Jeder auf Anhieb erkennen dürfte.

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