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Fukushima: TEPCO Messroboter scheitert in Reaktoranlage

Vergangene Woche wurde der von TEPCO (Tokyo Electric Power Co.) entwickelte Messroboter „SCORPION“, in Reaktor 2 des havarierten AKWs Fukushima I eingesetzt. Dies war der zweite Versuch, Reaktor 2 zu sichten und herauszufinden, weshalb es zur Kernschmelze kam.

Bereits Ende Januar hatte TEPCO erstmals, mittels an einer Teleskopstange befestigten Kamera, versucht Einblick in Reaktor 2 zu bekommen. Auf Grundlage dieser Kamerafotos, wurde der Messroboter in den Reaktor geschickt.

„Sasori“ (Skorpion) wurde um 7:50 Uhr in den Druckbehälter des Reaktors hinab gelassen und konnte ein ca. 1 Quadratmeter weites Loch aufzeigen, dass es durch das radioaktive Material entstanden sei. Dies könnte, so nimmt man an, sich durch den Boden des Druckbehälters geschmolzen haben und in den Sicherheitsbehälter gefallen sein. Der Betreiber des Kernkraftwerks hatte sich weitere Informationen zum geschmolzenen Kernmaterial und dem Zustand des Sicherheitsbehälters zu erhalten. Die Tokyo Electric Power Co. geht davon aus, dass der Behälter, in dem sich das Kernmaterial befindet, weiterhin mit Wasser gefüllt ist.

Neben weiteren Bildern konnte der Roboter auch eine Strahlung von bis zu 650 Sievert pro Stunde innerhalb des Reaktors messen. Der Messroboter war, laut TEPCO, für eine Strahlenbelastung von bis zu 1000 Sievert ausgelegt. Eine so hohe Strahlung ist für einen Menschen nach wenigen Sekunden tödlich. Auch der Roboter war trotz den Angaben des Betreibers, nach zwei Stunden funktionsunfähig und blieb stecken.

Da „SCORPION“ sein eigentlich angepeiltes Ziel nicht erreichte, waren die Verantwortlichen gegen 15 Uhr gezwungen, das Steuerkabel des Roboters zu kappen und die Mission abzubrechen. Der Messroboter ging dabei verloren. Auch wenn TEPCO von einem Erfolg spricht, ist der Zustand des Sicherheitsbehälters jedoch weiterhin unklar. Die Regierung hält die Messergebnisse für nicht auswertbar.

Nach Erdbeben und einem darauf folgenden Tsunami, im Frühjahr 2011, war das am Meer gelegene AKW havariert. Infolge dessen kam es in allen Reaktoren zur Kernschmelze. Für den kommenden Monat plant TEPCO eine weitere Mission um Reaktor 1 zu untersuchen. 2015 wurden dort bereits zwei Roboter eingesetzt, die ebenfalls keine Ergebnisse lieferten.

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