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Gas-Explosion in Japans Großstadt Sapporo verletzt 42 Personen

Bei einer Explosion, die vermutlich Gas verursachte, stürzte ein hölzernes Gebäude ein. Durch diesen Einsturz wurden 42 Personen verletzt, die sich Sonntagnacht in dem japanischen Pub, der Immobilienagentur oder der Klinik befanden.

Die Explosion geschah gegen 20:30 Uhr am Sonntag im Toyohira Ward der japanischen Großstadt im Norden des Landes. Sie verursachte ein Feuer, das bis zur Löschung um 2:10 Uhr am folgenden Morgen brannte. Die Polizei vermutet, dass Gas, das aus mehr als 100 Sprühdosen austrat, der Grund dafür war. Diese Deodorant-Sprühdosen sollten entsorgt werden und fingen Feuer, als jemand einen Wasserheizer einschaltete. Daraufhin erschütterte eine Explosion das gesamte Gebäude und verletzte 42 Menschen. Darunter auch Mitarbeiter des Immobilienbüros, von denen einer sogar schwerwiegende Verletzungen erlitt. Das Büro selbst ist am stärksten beschädigt. Die Opfer sind im Alter von 1 und 60 Jahren, 19 von ihnen sind männlich, 23 weiblich.

Die meisten der befragten Gäste des Pubs gaben an, sie hätten im Pub Gas gerochen. Durch diese Aussagen festigt sich die Theorie einer durch Gas verursachten Explosion. Weitere Beweise dafür liefern die Sprühdosen selbst. Denn sie alle haben, laut einem Mitarbeiter des Immobilienbüros, ein Loch, das durch einen Einstich in die Dose entstand. Solches Aufstechen sorgte schon 2015 für einen furchtbaren Unfall in der gleichen Stadt. Seit 2017 ist es per Gesetz verboten, die Dosen vor ihrer Entsorgung aufzustechen. Auf diese Weise sollten derartige Explosionen verhindert werden können.

Die heftige Explosion und das folgende Feuer waren verheerend für die unvorbereiteten Mieter

Die Fenster aller nahegelegenen Eigentumswohnungen und Restaurants zersplitterten als Folge der Schockwelle der Explosion. Viele, die die Explosion spürten, gaben an, sie hatten es für ein Erdbeben gehalten. Sogar in der nächsten U-Bahn-Station war es wahrnehmbar. Daraufhin sandte die Agentur für Brand- und Katastrophenschutz nach eigenen Angaben sieben Beamte aus, um den Grund für diese Erschütterung zu ermitteln. Eine örtliche Feuerwehr gab zudem an, dass die drei Mieter des Gebäudes furchtbar schlecht auf ein Feuer vorbereitet gewesen waren. Sie hatten bei einer früheren Inspektion vor Ort keine Ausrüstung für Evakuierungen oder Alarme finden können.

Bei allen Mietern gab es zahlreiche Mängel bei den erforderlichen Brandschutzmaßnahmen. Dazu gehörte zum Beispiel auch eine fehlende Rettungsleiter. Bereits seit zwei Jahren hatte es immer wieder Aufforderungen zur Verbesserung dieser Mängel gegeben, auf die jedoch keiner der Mieter reagierte. Nun hatten diese Fehler katastrophale Auswirkungen, die wie durch ein Wunder noch kein Leben gefordert haben. Zusätzlich zu diesen Mängeln gab es außerdem ganze fünf Tanks, die, mit 50 Kilogramm Propangas gefüllt, außerhalb des Pubs installiert waren. Außerhalb des Immobilienbüros gab es zwei weitere Gastanks, die jeweils 20-Kilogramm wiegen. Ein Gassicherheits-Beamter, der den Ort untersuchte, konnte jedoch ausschließen, dass einer von ihnen beschädigt wurde.

Vor allem die Besucher des Pubs erzählen furchterregende Geschichten von der Explosion

Im Erdgeschoss des Pubs gab es die Küche und einen Tresen mit einigen Sitzplätzen. Im Stock darüber sind laut einem Besucher private Speisesäle. Gäste aus dem Erdgeschoss berichteten, dass der gesamte zweite Stock zusammenbrach und alle einschloss. Erst als jemand durch eine Wand brach, konnten sie dem Tod entfliehen. Einige Gäste aus dem zweiten Stock berichteten aus der anderen Perspektive. Die Explosion war deutlich hörbar und warf die Körper der Menschen durch den Raum. Direkt darauf breitete sich das Feuer aus. Einige konnten sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten, andere jedoch rettete der Einsturz des Bodens dieses Stockwerks.

Auch die Nachbarn berichteten ähnliche Horrorgeschichten. Orange Flammen hätten das Gebäude verschlungen und dann sei es weggeblasen worden. Dies gab ein Nachbar an, der die gesamten Ereignisse beobachten konnte. Eine andere Dame gab an, dass die Explosion die Fenster des nahegelegenen Restaurants, in dem sie zu dem Zeitpunkt aß, zerschmetterte. Umherfliegende Glasscherben verletzten sie im Gesicht und an den Händen. Sie alle, sowie auch die Gäste des Pubs und alle anderen Verletzten werden noch immer im Krankenhaus behandelt. Viele mussten schreckliche Erfahrungen durchleben und dem Tod aus nächster Nähe begegnen.

Quelle: JapanToday

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