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Art könnte bald als nicht mehr so gefährdet gelten

Gefährdete Amami-Kaninchen erholen sich allmählich in Japan

In Japan leben zahlreiche Tierarten, die als gefährdet gelten. Die Regierung bemüht sich jedoch, sie zu schützen und die Population zu erhöhen. Beim Amami-Kaninchen gibt es nun gute Nachrichten. Die Art erholt sich wohl allmählich.

Das Amami-Kaninchen stammt aus Amam Oshima und von den Tokunoshima-Inseln in der Präfektur Kagoshima. In den letzten Jahren war die Population erschreckend niedrig. Nun soll es jedoch deutlich mehr Tiere geben, wie das Umweltministerium bekannt gab. Offiziell stehen sie auf der Roten Liste aktuell in Klasse IB, nur eine Stufe über sehr stark gefährdeten Arten. Nun überlegt das Ministerium, sie eine Stufe höher zu setzen.

Kaninchen-Population steigt langsamer als gedacht

Grund für die steigende Zahl ist wohl die Ausrottung des Mungos. Die Tiere sind in Japan nicht heimisch und stellten für die Kaninchen eine große Gefahr dar. Aus diesem Grund ging die Regierung gegen sie vor, um die Häschen zu schützen, die als Nationalschatz in Japan gelten. Sobald alle Mungos ausgerottet sind, will das Ministerium die Situation der Kaninchen erneut bewerten.

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Japan brachte 1979 selbst die Mungos nach Amami Oshima, da sie die giftigen Habu-Schlangen töten sollten. Statt jedoch die Schlangen auszurotten, begannen sie, die Hasen und andere Tiere zu jagen, da sie tagsüber auf Jagd gingen. So stieg die Zahl der Mungos in den letzten Jahren massiv an, während die Kaninchen kurz vor der Ausrottung stehen.

Schutzgebiet soll helfen

2003 waren es nur noch 2.000 bis 4.800 Hasen auf der Insel. In dem Jahr begann die Regierung, gegen die Raubtiere vorzugehen. Ab 2005 fing sie mithilfe der Anwohner die Tiere. 2016 lag die Population bei 6.517 bis 8.221 Tieren. Das war deutlich weniger als die Schätzungen für 2015, die bei bis zu 19.202 liegen sollten. Trotzdem erholt sich die Art allmählich. Seit 2018 fängt das Ministerium ebenfalls wilde Katzen, die wilde Tiere bedrohen.

Um weiter den Kaninchen zu helfen, plant die Regierung, Amami Oshima als Weltkulturerbe zu erklären. Damit würde ebenfalls die Tokunoshima Iriomote Insel in Okinawa unter Schutz stehen. Bevor es dazu kommt, fordern die Experten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) Japan auf, weitere Maßnahmen gegen invasive Arten vornehmen.

MS

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