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Gefesselt und ins kalte Bad geworfen – Mutter eines Mädchens und deren Freund verhaftet

Eine Mutter und deren Lebensgefährte wurden am Donnerstag verhaftet, weil sie angeblich die 8-jährige Tochter der Frau verletzten. Das Paar soll das Mädchen an den Handgelenken gefesselt und anschließend ins kalte Bad gesperrt haben. Die Tat ereignete sich wohl schon vor einem Monat.

Die 29-jährige Mutter, deren Name nicht bekannt gegeben wurde, um das Kind vor einer Identifizierung zu schützen, und ihr Freund Jun Yahiro (ebenfalls 29 Jahre alt) lebten zusammen mit der Tochter der Frau in der Stadt Chikushino in der Präfektur Fukuoka. Am 24. Januar soll die Tat in dem Haus der Familie stattgefunden haben.

Die Polizei wirft dem Mann, der bereits seit einiger Zeit in dem Haus lebte, vor, das Mädchen gegen Mitternacht außerdem mehrmals geschlagen zu haben. Die Mutter und Yahiro gaben die Taten mittlerweile zu. Die 29-jährige Frau begründete ihr Vorgehen mit einer erzieherischen Maßnahme, um das Kind zu disziplinieren. Das kleine Mädchen hatte vorher ins Bett gemacht. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass das Mädchen täglich misshandelt wurde.

Ein Lehrer an der Grundschule des Mädchens entdeckte am 25. Januar an ihrem Körper blaue Flecken und informierte die Schulleitung. Eine örtliche Einrichtung für Kinder nahm das Mädchen noch am gleichen Tag in Obhut und verständigte die Polizei.

Fälle von Kindesmisshandlung stehen in Japan aktuell wieder vermehrt im Fokus, nachdem im Januar ein 10-jähriges Mädchen in der Präfektur Chiba verstarb. Das Kind wurde von seinen Eltern ebenfalls misshandelt und auch mit Nahrungs- und Schlafentzug bestraft.

Im März 2018 erregte der Tod der 5-jährigen Yua Funato in Tokyo die Aufmerksamkeit der japanischen Nation. Das Mädchen bat ihre Eltern vorher noch flehentlich, ihr zu vergeben und sie nicht mehr zu schlagen.

Premierminister Shinzo Abe sagte Anfang des Monats, dass die Regierung innerhalb noch dieses Monats die Sicherheit aller Kinder in Japan gewährleisten würde, bei denen der Verdacht einer Misshandlung im Raum stehe. Der Fall Chiba illustrierte erneut die fehlende Kommunikation zwischen den verschiedenen Behörden, die dem Schutz der großen und kleinen Bevölkerung dienen sollen.

Quelle: Kyodo News

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