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Geflohener Ausländer entgeht erfolgreich Cannabis-Prozess in Japan

Strafen für Cannabis in Japan verhältnismäßig hoch

Im März ist ein Ausländer nach seiner Verhaftung in Japan aus dem Land geflohen. Der Mann wurde vom Gericht vorübergehend freigelassen, sollte aber wegen Cannabis-Missbrauchs wieder vor Gericht erscheinen. Er zog es aber lieber vor, aus Japan zu verschwinden und nun wurde das Verfahren eingestellt.

Verhaftung wegen dem Besitz von Cannabis

Nach Angaben der Ermittler ist der Mann ein vietnamesischer Staatsangehöriger, der in der Präfektur Saitama wohnte. Als er nach Japan kam, wurde ihm ein Aufenthaltsstatus genehmigt. Im März wurde er in Tokyo wegen dem Besitz von Cannabis verhaftet.

Die Staatsanwaltschaft in Tokyo beantragte beim Bezirksgericht, den Mann für einen Zeitraum von zehn Tagen in Haft zu nehmen, was allerdings abgelehnt wurde. Die Staatsanwaltschaft legte daraufhin eine Beschwerde mit der Begründung, dass Fluchtgefahr besteht, ein. Doch ein weiterer Richter lehnte den Antrag erneut ab und der Mann wurde freigelassen.

Nach einer freiwilligen Untersuchung wurde der Mann am 15. Mai wegen des Verstoßes gegen das Cannabis-Kontrollgesetz angeklagt. Der Mann hatte zugesagt, bei der Gerichtsverhandlung zu erscheinen, das Gericht konnte die Anklageschrift allerdings nicht mehr zustellen.

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Eine Ermittlung des Aufenthaltsortes des Angeklagten ergab allerdings, dass er einige Tage nach der Klageerhebung Japan verlassen hatte und weiterhin außer Landes ist.

Nach der Strafprozessordnung ist eine Anklage ungültig, wenn sie nicht innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Entscheidung an einen Angeklagten weitergeleitet werden kann. Am 19. Juli wies das Amtsgericht die Anklage ab und gab damit das Verfahren auf.

Cannabis-Kontrollgesetz gibt harte Strafen vor

In Japan regelt das Cannabis-Kontrollgesetz den Umgang mit dem Hanf. Der Besitz von Cannabis für den Eigenbedarf kann bis zu fünf Jahre Haft einbringen. Außerdem können bis zu 2 Millionen Yen Geldstrafe noch obendrauf kommen. Ob es sich um Eigenbedarf handelt, entscheidet das Gericht.

Es wird auch kein Unterschied gemacht, ob Cannabis für medizinische Zwecke oder dem normalen Genuss konsumiert wird.

Die Strafen für Cannabis sind in Japan nur ein wenig geringer als für Kokain oder Morphine. Der einzige Unterschied liegt bei der Einfuhr, wo bei Cannabis nicht automatisch eine Haftstrafe verhängt wird. Allerdings ist es egal, wie groß die Menge ist.

Quelle: MA

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2 Kommentare

  1. Das ist nicht nur in Japan der Fall. In allen möglichen Ländern werden Konsumenten ohne Grund und wissenschaftlichen Konsens verfolgt. Aus rein ideologischen Zwecken. Menschenverachtend ist so etwas. In Weißrussland geht man für einen Joint für ein paar Jahre ins Gefängnis. Auf den Philippinen wird man erschossen. Diese Welt ist krank. Das macht mich traurig.

  2. Hoffentlich wird es soviele Übertretungen geben, dass dies zu einem PR Desaster für Japan wird.
    Japan sollte aufhören so rückständig zu sein, und diese schändliche und widerliche Gesetzte aufheben.

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