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Komplizierte Einreise

Gelockerte Einreisebestimmungen treffen auf die japanische Bürokratie

Seit Anfang der Woche sind Japans Einreisebestimmungen für Geschäftsreisende und Studierende gelockert worden. Doch wer sich die Details der Grenzöffnungen anschaut, der wird schnell feststellen, dass einige bürokratische Hürden überwunden werden müssen.

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Für Geschäftsleute bedeuten die neuen Regeln, dass sie für Kurzaufenthalte nur noch drei Tage in Quarantäne müssen, Studierende müssen weiterhin für 14 Tage, aber immerhin dürfen sie endlich einreisen.

Einreisebestimmungen gelockert, aber mehr bürokratische Hürden

Für die Unternehmen bedeuteten die gelockerten Einreisebestimmungen, dass sie eine ganze Reihe von Bestimmungen erfüllen müssen, um ihren Mitarbeitern die verkürzte Quarantänezeit zu ermöglichen. Auch die Reisenden haben einige bürokratische Hürden vor der Reise vor sich.

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Laut der Webseite des Gesundheitsministeriums beschränkt sich die Einreise in erster Linie auf vollständig geimpfte Personen und auch nur auf die Geschäftsleute, die aus einem Land einreisen, vor dem nicht auf der Webseite des Außenministeriums gewarnt wird. Auch Länder, in dem die Infektionszahlen steigen, sind tabu.

Außerdem müssen vor der Reise einige Dokumente ausgefüllt werden, dazu gehört das Antragsformular für die Einreise, eine schriftliche Zusicherung, dass sie sich an die Regeln der Regierung halten werden und eine Auflistung der Orte, an denen man sich in den Tagen nach der Quarantäne aufhalten wird.

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Dazu kommt noch eine Kopie des Reisepasses und eine Kopie des Impfpasses. Reist eine weitere Person mit, muss man diese ebenfalls angeben.

Die Dokumente müssen bei dem zuständigen Ministerium eingereicht werden, das für die Branche des Geschäftsreisenden zuständig ist. Wie lange es dauert, bis die Einreisegenehmigung erteilt wird, ist fraglich, einen festen Zeitrahmen gibt es nicht.

Sind die Dokumente eingereicht, kann man bei der japanischen Botschaft ein Visum beantragen. Und natürlich muss man sich direkt vor der Abreise noch auf das Coronavirus testen lassen.

Die Unternehmen wiederum müssen einen Bericht darüber vorlegen, wie sich die Gäste während ihres Aufenthalts in Japan verhalten haben, dabei müssen sie auch zu Protokoll geben, ob sich jeder an die Regeln gehalten hat.

Es dürfte also noch eine Weile dauern, bis Geschäftsreisende wieder in größerer Zahl nach Japan reisen werden.

Studierende haben auch einige Hürden vor sich

Auch Studierende haben einige Hürden zu überwinden, bevor sie nach Japan einreisen können. Die Einreisebestimmungen sehen weiterhin eine Quarantäne von 14 Tage vor und nur Personen, die vollständig geimpft sind, dürfen sich überhaupt um eine Einreise bemühen.

Allerdings nur dann, wenn sie zwischen Januar und März 2020 eine Aufenthaltsgenehmigung für das Land erhalten haben. Diejenigen, die diese Genehmigung später bekommen haben, können sich erst ab Dezember bewerben.

Was man alles erfüllen muss, um als Studierender einreisen zu dürfen, kann man in einem Dokument nachlesen, dieses ist allerdings nur in Japanisch. Hier hilft allerdings die Universität weiter.

Touristen bleiben weiterhin draußen

Touristen dürfen weiterhin nicht einreisen, für sie gelten weiterhin die harten Einreisebestimmungen. Es gibt allerdings einen Lichtblick, denn die japanische Regierung prüft zurzeit, ob man Touristen bald wieder die Einreise gestatten kann.

Es dürfte allerdings ziemlich sicher sein, dass auch Touristen dann einige Hürden überwinden müssen.

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