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Polizei ermittelt

Gemeinden in Japan erhalten Drohungen wegen Impfungen von Teenagern

Immer mehr Gemeinden in Japan machen Teenagern ein Impfangebot. Was der Gesundheitsvorsorge dienen soll, führt allerdings dazu, dass die Hotlines der Städte mit Drohanrufen überschwemmt werden.

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Die Stadt Ine begann am 6. Juni mit dem Impfen von Schülern im Alter von 12 bis 15 Jahren. Die Folge war, dass das Call-Center der Stadt geschlossen werden musste, da es viele entrüstete Anrufer gab, darunter einige, die Drohungen aussprachen.

Gemeinden schalten Polizei ein

Die Stadt plante alle Schüler zu impfen, hat sich nun allerdings dazu entschieden, nur noch diejenigen zu impfen, deren Eltern zugestimmt haben. Mittlerweile hat die Gemeinde die Polizei eingeschaltet. Auch die Gemeinden Komaki und Togo erleben eine Flut von Protesten, nachdem beide angekündigt hatten, Schüler der Mittel- und Oberstufe vorrangig impfen zu wollen.

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Anders als in Ine wollten beide Städte allerdings nur dann Impfen, wenn die Eltern zugestimmt haben.

Beschwerden gegen vorrangige Behandlung

Viele Anrufer beschwerten sich über die vorrangige Behandlung und argumentierten, dass die Impfung von Teenagern sinnfrei ist, da sie selten schwere Symptome entwickeln, wenn sie sich mit dem Coronavirus infizieren.

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Auch in Okushiri waren viele Anrufer der Meinung, dass Teenager keine Impfung brauchen und nicht vorgezogen werden sollten. Die Insel Okushiri, die zur Präfektur Hokkaido gehört, wird ebenfalls mit Beschwerden überflutet, nachdem die Stadtverwaltung angekündigt hatte, Oberschüler ab Ende dieses Monats impfen zu wollen.

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