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Große Matte verhindert das Einsinken

Gemeinnützige Organisation macht japanischen Strand für Rollstuhlfahrer nutzbar

Die Strände in Chiba sind sehr schön und beliebt, können aber leider nicht von allen Menschen genutzt werden. Für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen ist eine Fortbewegung auf dem Sand sehr schwer.

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Eine gemeinnützige Organisation hat nun eine Veranstaltung abgehalten, bei der einer Vielzahl von Menschen der Zugang zu einem lokalen Strand ermöglicht wurde, die dabei normalerweise Schwierigkeiten gehabt hätte. Dazu wurde eine lange Plastikmatte installiert, die eine Fortbewegung ohne Einsinken ermöglicht.

Strand für alle Menschen eröffnen

Die Initiative, die von der gemeinnützigen Organisation Universal Access Designing (UAD) mit Sitz in der Stadt Chiba geleitet wird, wird als Möglichkeit beworben, dass jeder den Strand genießen kann. Die Matte selbst ist eine sogenannte „Mobimatte“ aus hochdichtem Polyester, die von einer französischen Firma hergestellt wird.

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Am 30. Mai erstreckte sich die von UAD gekaufte Matte 50 Meter vom Eingang des Strandes bis zur Küstenlinie. An der Wasserkante herrschte reges Treiben mit vielen Menschen, darunter auch Familiengruppen, welche die Beweglichkeit und Bequemlichkeit des Transportes über die neue Matte testeten.

Weitere Veranstaltungen in der Zukunft geplant

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Allgemein gab es eine große Begeisterung für das Projekt der Organisation. Ein lokaler Firmenmitarbeiter im Alter von 55 Jahren, der über Facebook von der Veranstaltung erfuhr, sagte: „Ich habe die Erfahrung gemacht, eine sehr schwere Krankheit zu haben, und verstehe sehr gut, wie unangenehm es ist, mit einem Gehstock auf Sand zu gehen.“

Er würde es deswegen schön finden, wenn auch Menschen, die derzeit im Krankenhaus liegen, im Rollstuhl oder auf andere Weise nach draußen kommen könnten, um das Meer zu riechen und den Sand zu spüren. Etwas Abwechslung könnten gerade die Menschen, die aus physischen Gründen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, in jedem Falle gut vertragen, da vielen die Pandemie stark zusetzt.

Tadahiro Watanabe, der Direktor der UAD, sagte: „Dies ist das vierte Mal, dass wir die Veranstaltung durchgeführt haben, und wir haben das Gefühl, dass wir viele verschiedene Menschen dazu bringen konnten, diese Initiative zu sehen und zu erleben. Ich würde das gerne auch in Zukunft so machen.“ Ob bereits ein erneutes Event geplant ist, konnte er allerdings nicht sagen.

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