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Kulinarische Reise wurde fast abgesagt

Gemeinsames Essen verbindet in der Pandemie ausländische und japanische Studenten

Viele internationale Studenten zieht es nach Japan, um ihre Studien zu vertiefen. In Zeiten der Pandemie ist es allerdings schwierig die Freundschaft mit den japanischen Universitäten zu wahren. Aus dem Grund wurde eine kulinarische Reise in Kyushu durchgeführt.

Im März machte eine Gruppe aus vier Studenten zusammen eine viertägige „Bento Journey“ Tour durch Kitakyushu, Fukuoka. Gemeinsam schauten sie sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt an, wie die Burg Kokura und das Kitakyushu Museum of Natural History & Human History.

Studenten kochen und essen zusammen

Im Mittelpunkt stand jedoch das kulinarische Erlebnis. Auf dem Tanga Market kauften sie unter anderem heimischen Produkte, um Bentos mit koreanischen Gerichten zu machen. Anschließend aßen sie die Mahlzeit zusammen mit Bewohnern in einem nahen Park.

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Sie besuchten ebenfalls eine sogenannte Kindercafeteria, die armen Kindern billige oder kostenlose Mahlzeiten ermöglicht. Die Gruppe kochte dort zusammen vietnamesisches Essen, was sie an die Kinder verteilten. Anschließend spielten sie noch eine Runde mit den kleinen Gästen.

Die Reise stand aufgrund der Pandemie lange auf der Kippe. Es wurden bereits Herbst 2020 Einladungen an 30 Universitäten in ganz Japan verschickt. Doch niemand meldete sich für die Reise, da gerade die dritte Infektionswelle anrollte. Die Studierenden gaben jedoch nicht auf und stellten Coronamaßnahmen auf, um trotzdem die Reise durchzuführen.

Projekt soll die internationale Freundschaft stärken

Tatsächlich schafften sie es zwei Studenten aus Vietnam für das Projekt zu begeistern. Sie nahmen zusammen mit einem japanischen Studenten und einer weiteren Person aus Fukuoka an der Reise teil. Die Studenten zeigten sich am Ende begeistert und freuten sich sehr, dass sie mit Einheimischen sprechen konnten, was sonst bei Reisen nicht möglich ist.

Ziel des Events war es, die internationale Freundschaft zwischen jungen Menschen zu fördern. Gleichzeitig sollte internationalen Studenten, die sich keine Abschlussreise leisten können, trotzdem die Möglichkeit auf ein spaßiges Erlebnis gegeben werden.

Die Idee für das Projekt hatten sechs Studenten der Kyushu International University in einem Seminar von Professor Noriko Fukushima. Fukushima ist Experte für Tourismus an der Fakultät für zeitgenössische Wirtschaft von der Universität.

Reise gewinnt Tourismus-Wettbewerb

Zusammen erstellten die Studierenden die Tour und reichten sie beim „Wettbewerb für die Planung von Abschlussreisen in Übersee“ von der Japan Association of Travel Agents (JATA) ein. Es wurde dabei versucht, eine möglichst günstige Reise zu erstellen. Die Jury zeigte sich begeistert und das Projekt gewann den ersten Platz.

Ursprünglich wollten die Studenten eine Reise ins Ausland planen. Sie entschieden sich aber dann für Kitakyushu, weil es aufgrund der Einreisebeschränkungen weiterhin schwierig ist, ins Ausland zu reisen. Der Seminarleiter Masanori Kurita zeigte sich am Ende zufrieden mit dem Projekt.

Sie konnten die Reise zwar nicht auf die best möglichste Weise durchführen, aber sie wurden inspiriert darüber nachzudenken, wie sie Dinge tun können, wenn sie durch die Pandemie unmöglich erscheinen. Atsuya Ogawa, der an dem Projekt teilnahm, erklärte, dass er sich wegen der Kommunikation zwischen den Teilnehmern sorgen gemacht hat. Gemeinsames Essen hat jedoch die Beziehungen nur noch weiter verstärkt.

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