Gericht in Japan ordnet gewaltsame Säuberung des Gomiyashiki Müllhauses an

Diese Woche entschied das Bezirksgericht in Nagoya, dass die Behörden im Naka-Bezirk die Möglichkeit haben, die Gegenstände in und vor einem Gomiyashiki, einem sogenannten Müllhaus, auch gegen den Willen des Besitzers zu räumen.

In den japanischen Gomiyashiki leben Menschen, die, wie in Deutschland „Messis“, zwanghaft Gegenstände sammeln. Zu den verschiedenen Gegenständen gehören beispielsweise rostende Altmetallgegenstände, Autoreifen und allerhand andere Gegenstände. Diese werden von den Menschen oft auf dem Balkon, in Hauseingängen, in den Häusern und Wohnungen selbst, aber auch teilweise bis auf den Bürgersteig und die Straße hin gestapelt.

Eines der bekanntesten Gomiyashiki in Japan, ein dreistöckiges Haus im Naka-Bezirk, das von einem 62-Jährigen bewohnt wird, darf nun nach dem Gerichtsurteil geräumt werden. Das Anwesen selbst gehört eigentlich der Mutter des Messis, der es seit 2000 von ihr mietet. Die Wohnfläche des Hauses soll rund 180 qm betragen, die mit Säcken, in denen leere Dosen lagern, Kartons, Möbeln und anderen Gegenständen gefüllt sind und die sich auch schon bis auf den Bürgersteig ausgebreitet haben.

Die Behörden haben bekannt gegeben, dass es wohl mindestens drei Tage dauern wird, bis alle Gegenstände aus dem Haus entfernt wurden. Auch der 62-jährige Mieter wurde angewiesen, das Haus bis zum 18. Juli 2018 zu räumen. Der Mieter hatte zuvor bereits eine stressige Beziehung zu seinen Nachbarn, die in den letzten 10 Jahren mehrere Beschwerden über die Sammelwut des 62-Jährigen einreichten.

Nachdem der Mieter wiederholt angewiesen worden war, das Anwesen zu räumen, wogegen er sich weigerte, verklagten die Nachbarn den Mann im November 2017. Im Januar gewannen die Nachbarn die Klage, doch der Mieter weigerte sich weiterhin, das Gebäude zu reinigen. Aus diesem Grunde kam es nun zu einer Verordnung durch das Gericht. Der Mieter sagte später zu einem Reporter, dass, obwohl er mit der Entscheidung des Gerichts nicht einverstanden ist, man ihm nicht helfen kann. Dafür wurde er aber dabei gesehen, wie er dem Reinigungsteam half, seine eigenen Sachen zu entsorgen.

Quelle: Japan Today

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Cookie-Einstellung

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und Werbung einblenden zu können,verwenden wir Cookies. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück