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Gesetz gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung vielen Japanern unbekannt

Eine Behörde des japanischen Kabinetts untersuchte in einer landesweiten Studie vom 3. bis 13. August das Bewusstsein der Japaner in Bezug auf Menschen mit Behinderung. Thema der Studie waren das Gesetz gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, sowie die „Woche der Personen mit Behinderung“.

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Es wurden insgesamt 3000 Personen, die 18 Jahre oder älter waren, befragt, von denen 59 Prozent stichhaltige Antworten gaben. Über 77 Prozent gaben an, nichts über das Antidiskriminierungsgesetz zu wissen. Dieses trat April 2016 in Kraft und verbietet sowohl Regierungen, als auch privaten Unternehmen Menschen wegen ihrer Behinderung zu benachteiligen. Des Weiteren verpflichtet das Gesetz sie dazu, diesen Menschen angemessene Beachtung zu schenken. 16,8 Prozent der Befragten war bekannt, dass das Gesetz in Kraft getreten war. Nur 5,1 Prozent konnten den Inhalt des Gesetzes wiedergeben.

Auch in Bezug auf die „Woche der Personen mit Behinderung“, welche jährlich vom 3. bis 9. Dezember stattfindet, gab es eher negative Bilanzen. Nur 23,9 Prozent waren sich dieser Woche bewusst, das sind 4,7 Prozent weniger als bei der Studie fünf Jahre zuvor. Die Zahl der zur Teilnahme an Veranstaltungen dieser Woche Bereitwilligen nahm um 4,9 Prozent ab, sie betrug dieses Jahr 64,4 Prozent.

Obwohl mehr Menschen die Nichtbeachtung von Behinderungen, was beispielsweise Kommunikation angeht, als Diskriminierung werten, sind weniger Leute als fünf Jahre zuvor der Meinung, dass Menschen mit Behinderungen mit Vorurteilen konfrontiert werden. Dennoch sind immer noch 83,9 Prozent dieser Ansicht. Ein Beamter der Behörde meint auf die Studie hin, man müsse die Aufklärungs-Bemühungen verdoppeln. Denn Menschen mit Behinderung haben in Japan immer noch mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen.

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