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HomeNachrichten aus JapanGespräche zum Trostfrauen-Abkommen zwischen Japan und Südkorea sind gescheitert

Gespräche zum Trostfrauen-Abkommen zwischen Japan und Südkorea sind gescheitert

Der japanische Außenminister Taro Kono und seine südkoreanische Amtskollegin Kang Kyung-wha haben gestern im Iikura Guest House in Tokios Minato Ward über das Trostfrauen-Abkommen gesprochen.

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Den beiden gelang es jedoch nicht, sich während des Gesprächs einig zu werden. Kono und Kyung-wha konnten die Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Ländern zur 2015 getroffenen Vereinbarung nicht beilegen.

Auch durch ihre unterschiedlichen Positionen zum Umgang mit Nordkoreas Nuklearwaffen- und Raketenentwicklungsprogramm kamen sie nicht auf einen Nenner. Kang Kyung-wha besuchte Japan zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt im Juni 2017, dennoch wurde der Premierminister Shinzo Abe von Südkorea zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang eingeladen. So möchte Südkorea die bilateralen Beziehungen zu Japan verbessern. Doch das Misstrauen von Japan gegenüber Südkorea ist immer noch groß und viele Probleme sind weiterhin ungelöst.

2015 hatte Japan bereits mit der früheren südkoreanischen Regierung ein endgültiges Abkommen zur Trostfrauenfrage getroffen. Als jedoch im Juli 2017 die Regierung wechselte, wurde ein Expertenteam aufgestellt, das das Abkommen unter der direkten Aufsicht der Außenministerin überprüft. Laut Angaben südkoreanischer Regierungsbeamter geht die Bewertung weiter und es sei unvermeidlich, dass die Ergebnisse negative Punkte mit sich bringen. Kyung-wha erklärte Kono bei dem Treffen die Inhalte der Arbeit und kündigte die Ergebnisse für den 27. Dezember an. Außerdem sollte ihr Besuch die Reaktion Japans auf diese Arbeit mildern.

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