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Verschiedene Maßnahmen sollen Ansturm abdämpfen

Gestrandete Touristen überschwemmen Einwanderungsbehörde von Tokyo

Aufgrund der derzeitigen Coronavirus-Pandemie gibt es in vielen Ländern Reisebeschränkungen. In Japan sitzen deswegen zahlreiche Ausländer fest, die nicht nach Hause können. Die Menschen überschwemmen nun die Einwanderungsbehörde in Tokyo und versuchen ihr Debakel zu lösen.

Am Mittwoch standen zahlreiche Personen beim Tokyo Regional Immigration Services Bureau im Minato Bezirk an, da ihre internationalen Flüge gestrichen wurden. Die Beamten hatten dabei alle Hände voll zu tun, da es zu den verzweifelten Reisenden noch den üblichen saisonalen Ansturm gab. Unter anderem kommen viele ausländische Studenten, die zum Ende des Geschäftsjahres ihr Visum erneuern wollen oder zu einem Arbeitsvisum umwandeln wollen.

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Nun kommt das Büro komplett an die Grenzen, da auch Touristen oder andere Besucher ihren Aufenthalt verlängern müssen, da sie festsitzen. Einige wollen ihren Aufenthalt verlängern, andere lassen sich zu dem Prozess nur beraten.

Neben dem verstärkten Ansturm kämpfen die Beamten noch mit dem Infektionsrisiko. Aus diesem Grund haben sie seit März die Anzahl an Personen begrenzt, die sich zu Stoßzeiten am Schalter aufhalten dürfen. Am Mittwoch, zum Beginn des neuen Geschäftsjahres, wurden die Warteschlangen kontrolliert, sodass die Räumlichkeiten nicht mehr überfüllt waren. Zusätzlich wurde auf der vierten Etage ein weiterer Schalter für Anwälte und Spezialisten eingereicht, die sich um Ausländer kümmern.

Die Immigration Services Agency hat des Weiteren Maßnahmen ergriffen, um die Zahlen der Antragsteller zu reduzieren. Es wurde eine einmonatige Nachfrist für das Visum von Ausländern gewährt, wenn sie im März oder April ablaufen. Das gilt allerdings nicht für Kurzzeitbesucher.

Trotz der Bemühungen bildete sich am Schalter für kurzfristige Anliegen eine große Menschenmasse. Eine 28 Jahre alte Studentin aus China erklärte, dass sie drei Stunden auf die Erneuerung des Visums warten musste. Sie hatte Angst vor einer Infizierung durch die Menschenmassen in den geschlossenen Räumen. Aus diesem Grund gab sie an, dass sie sich zu Hause sofort die Kleidung und Haare waschen will.

Um wie viel die Prozent der Anträge gestiegen sind, kann das Büro nicht sagen. Ein Sprecher bestätigte jedoch am Dienstag, dass seit dem 20. März die täglichen Zahlen deutlich ansteigen. Nachlassen wird der Ansturm wohl in naher Zukunft wohl nicht. Laut dem Immigration Services Agency lebten Ende 2019 mehr als 2,93 Millionen Ausländer in Japan. Alleine in Tokyo leben davon 20,2 Prozent.

JT

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