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HomeNewsGesundheit & Wissenschaft14 Präfekturen in Japan melden Höchststände bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus

Regierung hat bisher keine Maßnahmen ergriffen

14 Präfekturen in Japan melden Höchststände bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus

14 der 47 Präfekturen in Japan meldeten bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus mittlerweile Höchststände.

Am 20. April hat die japanische Regierung in keinem der 10 Gebiete verschärfte Corona-Maßnahmen verhängt.

Präfekturen melden täglich mehr Neuinfektionen als bei der „dritten Welle“

Die Präfekturen, die Höchststände bei den Neuinfektionen melden, liegen hauptsächlich in der Tohoku- und der Shikoku-Region, also im Nordosten und Westen Japans.

Zwar sind die Infektionszahlen dort insgesamt nicht so hoch wie zum Beispiel in der Präfektur Osaka oder im Großraum Tokyo, doch Experten befürchten, dass ein weiterer Anstieg die Gesundheitssysteme in diesen Regionen zusammenbrechen lassen könnte, insbesondere wenn sich Mutationen des Coronavirus auszubreiten beginnen.

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Die Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg in Aomori, Miyagi, Yamagata, Fukushima, Niigata, Ishikawa, Osaka, Hyogo, Nara, Wakayama, Tottori, Tokushima, Ehime und Okinawa ab dem 22. März, als der zweite Ausnahmezustand in Tokyo aufgehoben wurde, täglich an und liegt in fast allen Gebieten mittlerweile über den der täglich gemeldeten Infektionen während „dritten Welle.“

Das Expertengremium der japanischen Regierung hat sechs Indizes festgelegt, um den Stand der Corona-Infektionen in Japan zu bewerten. Nach diesen Kriterien hat allein die Präfektur Nara am 15. April die Stufe 4 erreicht. Stufe 4 heißt „eine Explosion der Infektionen“.

Präfekturen ergreifen eigene Maßnahmen

Auch die Rate der Krankenhauseinweisungen von Menschen, die sich infiziert haben und sich mittlerweile erholen, liegt in der Präfektur Nara bei 33 Prozent, in der Präfektur Yamagata bei 31 Prozent und in Ehime bei 26 Prozent. Alle Werte entsprechen der Stufe 3.

Die Präfekturen haben mittlerweile eigene Maßnahmen ergriffen, in die Präfektur Yamagata hat für die gleichnamige Präfekturhauptstadt einen eigenen Ausnahmezustand ausgerufen, Niigata hat für die Präfekturhauptstadt einen Sonderalarm verhängt und bittet Restaurants ihre Öffnungszeiten zu verkürzen.

Die Präfektur Tokushima bittet Restaurants ebenfalls darum, früher zu schließen, genauso wie Ehime.

Da die japanische Regierung für die Gebiete allerdings keinen „Quasi-Ausnahmezustand“ ausgerufen hat, können die Präfekturen nur die Bitte äußern, dass Restaurants früher schließen, rechtliche Möglichkeiten, diese Bitte auch durchzusetzen, haben sie nicht.

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