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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & Wissenschaft55 Prozent der Grundschüler in Japan wollen die Corona-Impfung

Hoffen auf mehr Freiheiten

55 Prozent der Grundschüler in Japan wollen die Corona-Impfung

Laut einer Umfrage des Nationalen Zentrums für Kindergesundheit und -entwicklung wollen 55 Prozent der Grundschüler in Japan, sich gegen das Coronavirus impfen lassen.

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Für die Umfrage wurden Kinder, Eltern und Erziehungsberechtigte bereits im September befragt, kurz nachdem die 5. Infektionswelle begann, sich abzuschwächen.

Viele Grundschüler erhoffen sich mehr Freiheit

Von den Grundschülern in der ersten, zweiten und dritten Klasse gaben 50 Prozent an, dass sie sich demnächst impfen lassen wollen würden, bei den Viert- bis Sechstklässlern waren es 60 Prozent. Insgesamt lag die Quote bei den Grundschulkindern bei 55 Prozent, so die Umfrage.

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Viele Schüler gaben an, dass sie sich impfen lassen wollen, um die mögliche Übertragung des Virus auf Familienmitglieder und Freunde zu verhindern, während andere anmerkten, dass sie vielleicht mehr mit Freunden spielen könnten, wenn sie geimpft sind. Einige sagten, sie könnten gehänselt werden, wenn sie sich nicht impfen lassen.

42 Prozent der Erst- bis Drittklässler und 33 Prozent der Viert-, Fünft- und Sechstklässler gaben an, dass sie sich nicht impfen lassen wollen. Einige sagten, eine Injektion tue weh, und andere erklärten, sie könnten den Schutz vor dem Virus verlieren, wenn sie sich impfen lassen.

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Die Umfrage ergab auch, dass die Eltern und allgemein Erziehungsberechtigten von 71 Prozent der Erst- bis Drittklässler und von 76 Prozent der älteren Grundschüler wollen, dass ihre Kinder bald geimpft werden.

Einige wiesen auf das Risiko hin, dass ihre Kinder schwere Symptome entwickeln könnten, wenn sie sich mit dem Virus infizieren, weil sie Grunderkrankungen haben. Andere gaben an, ihre Kinder könnten ihre Großeltern treffen, wenn sie geimpft sind.

Mögliche Nebenwirkungen als Hauptargument gegen eine Impfung

Eltern und Erziehungsberechtigte von 23 Prozent der Kinder in den ersten drei Klassen und von 20 Prozent der älteren Schüler sprachen sich gegen eine Impfung ihrer Kinder aus. Das Hauptargument gegen eine Impfung war, dass sorgfältig geprüft werden müsse, ob die Impfstoffe in Zukunft Nebenwirkungen verursachen könnten.

In einer früheren Umfrage äußerten 53,5 Prozent der befragten Erwachsenen, dass sie ihre Kinder nicht impfen lassen wollen.

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In der Umfrage gaben 38 Prozent aller befragten Kinder einschließlich der Gymnasiasten an, dass sie in der vergangenen Woche keine Lust hatten, zur Schule zu gehen. Was zum Teil auf die Besorgnis über das Coronavirus und das Fehlen von Vereinsaktivitäten in der Schule zurückzuführen war.

In Japan haben derzeit alle Kinder ab 12 Jahren Anspruch auf eine COVID-19-Impfung. Aktuell wird die Zulassung für Kinder ab 5 Jahren geprüft.

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