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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & Wissenschaft84 Corona-Patienten starben innerhalb der letzten 6 Monate in Japan zu Hause

Zahl könnte schnell ansteigen

84 Corona-Patienten starben innerhalb der letzten 6 Monate in Japan zu Hause

Kyodo: Laut aktuellen Daten der japanischen Regierung starben von Januar bis Juni insgesamt 84 Corona-Patienten zu Hause. Gesundheitsexperten befürchten, dass die Todesfälle weiter zunehmen werden, da das Gesundheitssystem durch die steigende Zahl der Infektionen immer stärker belastet wird.

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Die Daten zeigen, dass fast die Hälfte dieser Menschen innerhalb weniger Tage, nachdem ihre Infektion an das Gesundheitsministerium gemeldet wurde, verstarben. Dies zeigt, dass sich der Gesundheitszustand rasch verschlechtern kann.

Immer mehr Corona-Patienten sind zu Hause

Da immer mehr Menschen in Japan ihre Infektion zu Hause auskurieren, sind die Befürchtungen groß, dass die Zahl der Todesfälle weiter ansteigt. Aktuell liegt die Zahl bei über 45.000, 26.000 mehr als vergangene Woche.

Zudem hat die japanische Regierung beschlossen, dass nur noch Menschen, die an schweren Symptomen einer Corona-Infektion leiden, stationär in ein Krankenhaus ausgenommen werden sollen. So soll ein Mangel an Krankenhausbetten vermieden werden.

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Von den 84 Corona-Patienten starben 36 innerhalb von einem bis neun Tagen, nachdem ihre Infektion dem Gesundheitsamt gemeldet wurde. Elf Menschen starben innerhalb von 10 bis 19 Tagen.

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Vier starben innerhalb von 20 Tagen und neun Patienten waren zum Zeitpunkt der Meldung bereits verstorben. Bei 24 Corona-Patienten ist der genaue Zeitpunkt des Todes nicht bekannt.

Mehr als 80 Prozent der Corona-Patienten waren über 60 Jahre alt, 36 über 80 Jahre, 24 über 70 Jahre und 11 über 60 Jahre.

Sieben waren in den 50ern, einer in den 40ern, drei in den 30ern und einer in den 20ern.

Menschen sollen nicht reisen

Japans Premierminister sagte am Sonntag, dass die Impfkampagne und der Verzicht auf nicht unbedingt notwendige Reisen der Schlüssel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind.

„Angesichts der in dieser Woche beginnenden Bon-Ferien und der anhaltenden Ausbreitung einer hochansteckenden Delta-Variante, ist jetzt ein äußerst wichtiger Zeitraum, um die Infektionen einzudämmen“, so der Premierminister.

Da über 70 Prozent der Neuinfektionen in Tokyo bei jüngeren Menschen auftreten forderte der Premierminister besonders diese Menschen auf, nicht zu verreisen. Allerdings ist diese Aufforderung direkt verpufft, wie Zahlen von NTT Docomo zeigen.

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