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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftAbtreibungspille in Japan nur mit Zustimmung des Mannes

Erste Zulassung beantragt

Abtreibungspille in Japan nur mit Zustimmung des Mannes

Wenn in Japan eine Frau eine Abtreibungspille bekommen möchte, erhält sie diese nur mit Zustimmung des Mannes, wie das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt auf einer Sitzung des zuständigen Ausschusses des Oberhauses argumentierte.

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Da der Zweck des Medikaments darin besteht, die physische und psychische Belastung einer Frau zu verringern, stößt die Ansicht des Ministeriums auch auf einige Kritik.

Mann muss wegen der Kosten der Abtreibungspille zustimmen

Als Begründung, warum die Zustimmung des Manns eingeholt werden muss, argumentierte das Ministerium, dass die hohen Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs dies nötig machen.

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Kritiker sagen allerdings, dass so der Umgang mit ungewollten Schwangerschaften schwieriger wird. Auch kann eine Abtreibungspille tragische Vorfälle bei Geburten und das Aussetzten von Neugeborenen verhindern.

Zudem wird sich die Situation durch die Einholung des Ehepartners nicht verbessern, selbst wenn ein Medikament zugelassen wird.

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Das Ministerium argumentiert wiederum, dass unter Berufung auf das Mutterschutzgesetz die Zustimmung eines Ehepartners auch bei einem medikamentösen Abbruch erforderlich ist. Gleichzeitig sollen auch Schwangerschaften, die durch Vergewaltigungen entstanden sind, in Betracht gezogen werden.

Erster Antrag auf Zulassung gestellt

Laut des Ministeriums wurde im Dezember letzten Jahres von einem britischen Pharmaunternehmen ein Antrag auf Zulassung von zwei Arten von Abtreibungspillen in Japan gestellt. Sollte eine Genehmigung erfolgen, wäre es das erste Medikament dieser Art in Japan.

Neben der Regelung, ob ein Mann vor dem Einsatz der Abtreibungspille zustimmen muss, gibt es auch Streit um die Kostenfrage. Viele Politiker meinen, dass das Medikament auf keinen Fall so viel kosten sollte wie eine normale Abtreibung.

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