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Präfektur meldet bereits erste Fälle

Akita warnt nach ersten Vorfällen vor Pilzvergiftungen

Auch in Japan ist mittlerweile Herbst und das bedeutet, dass es Pilzzeit ist. Allerdings überschätzen sich anscheinen viele Hobbysammler mit ihren Wissen. Im Nordwesten Japans wird nämlich ein Anstieg von Pilzvergiftungen verzeichnet, der Behörden zum Handeln zwingt.

Die Präfektur Akita meldete in den letzten Tagen mehrere Fälle an Lebensmittelvergiftungen durch Pilze. Unter anderen kam es am 4. Oktober zu einem Vorfall in der Stadt Semboku. In einer Markthalle wurden versehentlich niedergedrückte Rötlinge als Büschelige Raslinge verkauft.

Erste Pilzvergiftungen werden gemeldet

Ein fataler Fehler, denn die Rötlinge sind hochgiftig und gefährlich. Leider fiel der Fehler erst spät auf und eine Familie hatte bereits die Pilze gekauft und verzehrt. Die Eltern um die 50 Jahre und ein Kind im Alter von zehn Jahren erlitten schwere Vergiftungssymptome mit Erbrechen und Durchfall.

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Als Reaktion wurde der Verkauf in der Halle am Mittwoch durch das lokale Daisen Gesundheitszentrum für fünf Tage eingestellt, um sich der Ursache der Vergiftung sicher zu sein. Allerdings ist es kein Einzelfall in der Region.

Ebenfalls am 4. Oktober meldete eine Frau in den 60er dem Gesundheitszentrum in Odate ebenfalls Merkmale einer Pilzvergiftung. Sie erklärte, dass ihr Übel war und ihr Glieder sich taub anfühlen, nach dem sie Pilze gegessen hatte, die ihre Familie gesammelt hatte. Die Frau wurde in Krankenhaus behandelt und wurde bereits wieder entlassen.

Regierung warnt vor Falschinformationen

Die Regierung ist jedoch sehr besorgt, da der Beginn der eigentlichen Pilzsaison noch bevorsteht. Es könnte demnach in nähere Zukunft noch viel mehr Fälle geben. Aus dem Grund warnt die Umweltgesundheitsabteilung der Präfektur die Bewohner vor den Gefahren des privaten Pilzsammelns.

Familien sollen keine Pilze sammeln oder essen, wenn sie sich nicht sicher sind, ob sie wirklich essbar sind. Dasselbe gilt auch für den Verkauf von Pilzen. Besonders wird vor Pilzen gewarnt, die wie beliebte essbare Arten aussehen. Vor allem über den sogenannten Tsukiyotake Pilz wird informiert. Der giftige Pilz wird gerne mit den beliebten Austernseitlingen verwechselt und kann stundenlanges Erbrechen sowie Durchfall auslösen.

Ebenfalls wird vor falschen Tipps zum Sammeln gewarnt, wie dass Pilze mit schlichten Farben essbar sind, einzelnstehende Pilze ungefährlich sind oder dass angefressene Pilze auf Genießbarkeit hindeuten. Die Präfektur hat eine ganze Liste mit angeblichen Tricks und den passenden Richtigstellungen veröffentlicht, in der Hoffnung mehr Pilzvergiftungen zu verhindern.

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