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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftAstraZeneca stellt Zulassungsantrag in Japan

Gesundheitsministerium will Impfostoff genau prüfen

AstraZeneca stellt Zulassungsantrag in Japan

AstraZeneca hat am Freitag einen Antrag auf die Zulassung seines Corona-Impfstoffs beim japanischen Gesundheitsministerium eingereicht.

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Neben Pfizer/Biontech ist das Unternehmen damit das Zweite, das einen Antrag auf die Zulassung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus in Japan gestellt hat.

Entscheidung über Zulassung nach sorgfältiger Prüfung

Eine klinische Studie des von AstraZeneca in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelten Impfstoffes begann im vergangenen August in Japan. Die Ergebnisse der klinischen Studie mit 256 Teilnehmern sollen im März vorgelegt werden.

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Auf einer Pressekonferenz sagte Japans Regierungssprecher Katsunobu Kato: „Ich gehe davon aus, dass eine Entscheidung getroffen wird, nachdem die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffes auf der Grundlage der eingereichten Daten und der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sorgfältig überprüft worden ist.“

Da der britische Arzneimittelhersteller mit seinen erwarteten Lieferungen an die Europäische Union in Verzug geraten ist, sagte Kato, dass die japanische Regierung ihre Bemühungen fortsetzen wird, die heimische Produktion des Impfstoffes zu unterstützen.

Impfstoff von AstraZeneca leichter zu lagern, aber nicht so wirksam

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AstraZeneca wird 120 Millionen Impfdosen, genug für etwa 60 Millionen Menschen, nach Japan liefern. Anders als der Impfstoff von Pfizer/Biontech muss dieser nicht bei Minusgraden gelagert und transportiert werden, was die Handhabung erleichtert.

Allerdings liegt seine Wirksamkeit bei 70,4 Prozent, verglichen mit 95 Prozent des Impfstoffes von Pfizer/Biontech, wie klinische Studien zeigen.

Das Unternehmen plant zudem, über 90 Millionen COVID-19-Impfdosen in Japan zu produzieren. Das sind etwa 75 Prozent dessen, was die Firma an das Land liefern soll.

Japans Premierminister Yoshihide Suga hat versprochen, Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung Japans zu sichern. Anfang dieser Woche gab er jedoch zu, dass das Land bei der Verabreichung von Impfungen hinter anderen Ländern zurückgeblieben sei, da man zu vorsichtig sei, um die Sicherheit der Impfungen zu gewährleisten.

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Doch eine von der japanischen Regierung durchgeführte Untersuchung von 15.000 Personen auf Antikörper gegen das Coronavirus in fünf Präfekturen ergab, dass weniger als 1 Prozent der getesteten Antikörper aufwiesen.

Die Raten sind deutlich niedriger im Vergleich zu vergleichbaren Tests in anderen Ländern: England meldete im letzten September 4,4 Prozent und New York City gab an, dass über 27 Prozent seiner Bevölkerung den Antikörper im letzten Sommer hatten.

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