Anzeige
HomeNewsGesundheit & WissenschaftAusnahmezustand in Japan wird bis Ende Mai verlängert und Corona-Maßnahmen gelockert

Einreise aus Indien wird erschwert

Ausnahmezustand in Japan wird bis Ende Mai verlängert und Corona-Maßnahmen gelockert

Die japanische Regierung kündigte am Freitag an, dass der Ausnahmezustand bis Ende Mai verlängert wird. Außerdem wird die Maßnahme ab Mittwoch auch auf Aichi und Fukuoka ausgeweitet.

Neben der Verlängerung wurde auch der „Quasi-Ausnahmezustand“ in den Präfekturen Saitama, Chiba, Kanagawa, Ehime und Okinawa verlängert. Außerdem gilt er ab Montag auch in Hokkaido, Gifu und Mie. In Miyagi wird er am Dienstag aufgehoben.

Einschränkungen während des Ausnahmezustands werden gelockert

„Die Infektionen nehmen weiterhin in hohem Tempo zu, vor allem in den Großstädten“, sagte Japans Premierminister Yoshihide Suga, nachdem er die Entscheidung bei einem Treffen der Taskforce formalisiert hatte. „Wir werden gründlich Maßnahmen umsetzen, von denen wir erwarten, dass sie sehr effektiv sind.“

Einige Einschränkungen werden allerdings gelockert, um die Auswirkungen auf Unternehmen zu mildern. Ab Mittwoch dürfen große Kaufhäuser und Kinos wieder öffnen, sie werden allerdings gebeten, um 20 Uhr zu schließen.

LESEN SIE AUCH:  Musikverbände kritisieren Ausnahmezustand in Japan

Auch bei Veranstaltungen dürfen wieder mehr Zuschauer dabei sein, allerdings müssen sie um 21 Uhr enden.

Zusätzlich kündigte die japanische Regierung an, dass sie bis Mitte Mai Testkits beschaffen will, um bis zu 8 Millionen Tests durchführen zu können. Die Testkits sollen an medizinische Einrichtungen und Altenheime verteilt werden.

Eine weitere Maßnahme ist die Verschärfung für Beschränkungen bei der Einreise aus Indien und ein Verbot, Alkohol auf den Straßen zu trinken.

Warnung vor weiteren Anstieg der Infektionen

„Wir haben ein starkes Gefühl der Krise“, sagte Yasutoshi Nishimura, der für die Coronavirus-Reaktion der Regierung zuständige Minister, bei einem Treffen mit Experten für Infektionskrankheiten. „Wir werden die Infektionen gründlich eindämmen und dafür sorgen, dass die Zahl der Neuinfizierten zurückgeht, damit sich die Menschen sicher fühlen.“

Ein Gremium des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales warnte jedoch am Donnerstag, dass die Zahl der Infektionen landesweit weiter ansteigt, zum Teil aufgrund hochansteckender Mutationen des Coronavirus.

Der Ausnahmezustand gilt seit dem 25. April in Tokyo, wo in weniger als drei Monaten die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Außerdem wurde die Maßnahme auch in Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus während der Golden Week einzudämmen. Die Präfekturen Tokyo und Osaka hatten bereits angekündigt, um eine Verlängerung der Maßnahme bitten zu wollen.

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen