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Impfaktion soll Ruf des Sakae-Viertel verbessern

Bars und Restaurants in Nagoya wollen ihr Personal selbst impfen

46 Bars und Restaurants in Nagoya haben am 16. Juni bei der japanischen Regierung einen Antrag gestellt. Sie wollen ihr Personal in Zukunft selbst impfen können.

Die Betreiber erhoffen sich damit, ihr schlechtes Image, das durch die Corona-Maßnahmen und die entsprechenden Einschränkungen entstanden ist, schneller wieder aufbessern zu können. Sie wollen die Menschen dazu ermutigen, in das Vergnügungsviertel im Zentrum der Stadt zurückzukehren.

Bars und Restaurants rechnen mit 250 Impfungen pro Tag

Die 46 Bars und Restaurants wollen Anfang Juli mit dem Impfen beginnen und rechnen damit, dass 250 Menschen pro Tag geimpft werden können. Dafür sollen auch den Mitarbeitern, die der japanischen Sprache nicht mächtig sind, Dolmetscher zur Verfügung gestellt werden.

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Im Sommer 2020 erlangte das Sakae-Viertel traurige Berühmtheit, da es dort zu einigen Cluster-Infektionen kam. Die Betreiber der Bars und Restaurants wurden daraufhin stark kritisiert und die Kundenzahlen gingen deutlich zurück. Mittlerweile nimmt die Zahl der Unternehmen zu, die Probleme damit haben, die Gehälter oder die Miete zu zahlen. Ein Umstand, zu dem auch die Corona-Maßnahmen der japanischen Regierung geführt haben.

Bei den meisten ausländischen Mitarbeitern kommt die Impfaktion der Unternehmen gut an, da viele von ihnen eigentlich aus Angst vor einer Ansteckung am liebsten in ihre Heimatländer zurückkehren wollen, es aber nicht können.

Zudem befürchten viele der Mitarbeiter, dass sie von der Impfkampagne der japanischen Regierung ausgeschlossen werden, weil sie keine Staatsbürger sind.

Unternehmen können sich seit Anfang Juni anmelden, um ihr Personal selbst zu impfen

Seit dem 9. Juni können sich Unternehmen und Universitäten bei der japanischen Regierung melden und beantragen, dass sie sich selbst um die Impfung der Mitarbeiter und Studenten kümmern.

Zwar müssen sich die Unternehmen und Universitäten selbst um medizinisches Personal kümmern, aber schon direkt am ersten Tag haben sich hunderte Unternehmen angemeldet.

Als erstes Unternehmen begann ANA damit, ihr Personal zu impfen, gefolgt von JAL.

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