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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftBehörden in Japan warnen vor neuer Infektionswelle

Menschen dürfen nicht unvorsichtig werden

Behörden in Japan warnen vor neuer Infektionswelle

Die 5. Infektionswelle in Japan, die durch die Delta-Variante ausgelöst wurde, klingt schneller als erwartet ab. Doch die Behörden warnen davor, dass die Menschen jetzt unvorsichtig werden, da sonst schnell eine neue Welle vor der Tür stehen wird.

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Die fünfte Welle führte zu den meisten Infektionen und hat das Gesundheitssystem des Landes stark unter Druck gesetzt.

Infektionswelle ebbt in Japan ab

Seit dem die Infektionszahlen Mitte August ihren Höchststand erreicht haben, hat die Infektionswelle aber deutlich nachgelassen. Laut Daten des japanischen Gesundheitsministeriums wurden am Samstag landesweit 2.661 neue Infektionen bestätigt, ein deutlicher Rückgang gegenüber Mitte August, als die Neuinfektionen pro Tag über 20.000 erreichten.

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Am Sonntag sagte Japans Gesundheitsminister, er halte es für möglich, dass der Ausnahmezustand am 1. Oktober in allen 19 Präfekturen aufgehoben wird, wovor Gesundheitsexperten allerdings warnen. Gleichzeitig forderte er die Menschen auf, jetzt nicht unvorsichtig zu werden, da es schnell zu einer neuen Welle kommen kann.

Das schnelle Abflachen der 5. Infektionswelle führt ein Gremium des Gesundheitsministeriums auf die Regenzeit zurück, die dazu geführt hat, dass viele Menschen lieber zu Hause geblieben sind, und auf die Tatsache, dass Menschen, die noch nicht geimpft sind, vorsichtig geworden sind.

Sechste Welle steht Japan noch bevor

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Das Gremium warnt allerdings auch davor, dass eine sechste Welle noch bevorsteht. Zwar steigt die Impfrate in Japan weiter an, aber die Feiertage und die Wiedereröffnung der Schulen könnten die Infektionszahlen schnell wieder ansteigen lassen, noch bevor die Zahl der Infektionen aus ein ausreichend niedriges Niveau fallen, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

Aktuell werden in Tokyo 2.046 Corona-Patienten in einem Krankenhaus behandelt, deutlich mehr als im März, als die dritte Welle abgeklungen ist.

Auch die Zahl der Menschen, die an schweren Symptomen hat in Tokyo das Niveau während des Höchststands der dritten Welle. Was bedeutet, dass das Gesundheitssystem in Japans Hauptstadt immer noch unter großem Druck steht.

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