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Wirkung oft nicht bestätigt und Nebenwirkungen unbekannt

Behörden in Japan warnen vor nicht zugelassenen Covid-19-Medikamenten

Um sich vor dem Coronavirus zu schützen, nehmen immer mehr Menschen in Japan nicht zugelassene Covid-19-Medikamente. Da die Zahl der importierten Präparate immer weiter zunimmt, haben die Behörden nun eine offizielle Warnung herausgegeben.

Die Gesundheitsbehörde warnte auf seiner Webseite davor, dass die Nebenwirkungen unbekannt sind und die Einnahme daher gefährlich ist.

Besonders ältere Menschen wollen sich mit Covid-19-Medikamenten schützen

Es gibt mehrere nicht zugelassene Medikamente, darunter auch Ivermectin, die von Menschen in Japan bestellt wurden, um sich gegen das Coronavirus zu schützen, so Mitarbeiter einer Importfirma. „Viele Kunden, die Medikamente zur Behandlung von COVID-19 bestellen, sind in ihren 50ern und 60ern, die ein höheres Risiko haben, schwere Symptome zu entwickeln.“

Mehr zum Thema:  Verseuchtes Medikament fordert in Japan einen Toten

Viele Menschen hoffen, dass die Präparate dabei helfen, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu verringern. Da die meisten Mittel allerdings nicht geprüft worden sind, gibt es oft keine wissenschaftliche Analyse.

Neben Ivermectin ist auch Hydroxychloroquin, das der ehemalige US-Präsident Donald Trump angepriesen hat, sehr beliebt. Die WHO hat allerdings keinen Nachweis gefunden, dass das Medikament bei Covid-19 hilft und eine Studie dazu auch gestoppt.

Mittlerweile ein lukrativer Markt

Es gibt einige Unternehmen, die im Ausland ansässig sind und in Japan mit nicht zugelassenen Medikamenten werben. Damit verstoßen sie zwar gegen das japanische Gesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte, aber der Markt ist lukrativ, denn es gibt kein Medikament, dass auf den freien Markt erhältlich ist und gegen das Coronavirus schützt.

Zwar sind Remdesivir und Dexamethason von den japanischen Aufsichtsbehörden zur Behandlung von Covid-19 zugelassen, allerdings ist ein Rezept erforderlich, um sie zu bekommen.

Da der Markt mittlerweile so lukrativ geworden ist, gibt es auch immer mehr gefälschte Präparate, die schwere Nebenwirkungen auslösen können.

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