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Noch ein langer Weg bis zur Marktreife

Corona-Impfstoff von japanischem Unternehmen erst Ende 2022

Das japanische Pharmaunternehmen Daiichi Sankyo kündigte an, dass sie einen Corona-Impfstoff Ende 2022 auf den Markt bringen würden. Damit ist Daiichi Sankyo das erste japanische Unternehmen, das einen in Japan produzierten Impfstoff zur Marktreife gebracht hat.

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In Japan sind aktuell einige Impfstoffe zugelassen, die von ausländischen Unternehmen hergestellt werden. Japanische Pharmaunternehmen hinken der Entwicklung weit hinterher.

Corona-Impfstoff könnte für eine Auffrischung genutzt werden

Obwohl Daiichi Sankyo Tests durchführen will, um die Anzahl der Antikörper mit bereits in der Praxis eingesetzten Impfstoffen zu vergleichen, wies Masayuki Yabuta, geschäftsführender Vorstand und Leiter der Biologik-Abteilung des Unternehmens, darauf hin, dass das Unternehmen diese nicht ohne die Unterstützung der Regierung sicherstellen könne.

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Darüber hinaus plant das Unternehmen, auch einige klinische Studien im Ausland durchzuführen, da es nicht einfach sei, mehrere Tausend Testpersonen in Japan zu finden.

Da die Impfkampagne in Japan seit April läuft, könnte der Corona-Impfstoff von Daiichi Sankyo zur Auffrischung verwendet werden.

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Yabuta erklärte, dass es daher notwendig sein würde, klinische Studien durchzuführen, um die Wirkung zusätzlicher Impfungen bei den bereits Geimpften zu bestätigen.

Konzentration auf einen besseren Impfstoff

Angesichts der Tatsache, dass die von ausländischen Firmen entwickelten mRNA-Impfstoffe häufig Nebenwirkungen wie Fieber verursachen und strenge Lagerungsbedingungen wie das Einfrieren erfordern, betonte Yabuta, dass Daiichi Sankyo sich in erster Linie auf die Entwicklung eines besseren Impfstoffs konzentriere.

Im Hinblick auf die Arzneimittelzulassung, dessen Überarbeitung die japanische Regierung diskutieren will, wies Yabuta darauf hin, dass die herkömmlichen Verfahren zu viel Zeit in Anspruch nähmen. „Obwohl die Gewährleistung der Sicherheit eine wichtige Priorität ist, sollte es vielleicht Fälle geben, in denen Arzneimittel mit Auflagen zugelassen und ihre Wirksamkeit und andere Aspekte nach ihrem Markteintritt überprüft werden.“

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