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HomeNewsGesundheit & WissenschaftCorona Update: Tokyos 7-Tage-Inzidenz steigt, Osaka warnt vor richtigen Ausnahmezustand

Mutationen für 70 Prozent der Infektionen in Osaka verantwortlich

Corona Update: Tokyos 7-Tage-Inzidenz steigt, Osaka warnt vor richtigen Ausnahmezustand

Am Sonntag meldete Japans Hauptstadt Tokyo 421 neue Corona-Infektionen, damit steigt die 7-Tage-Inzidenz der Stadt weiter an.

In Japans Hauptstadt tritt heute der „Quasi-Ausnahmezustand“ in Kraft, um die Neuinfektionen einzudämmen.

Viele Menschen in Tokyo kurz vor dem „Quasi-Ausnahmezustand“ unterwegs

Am Samstag schienen die Menschen der Stadt allerdings wenig besorgt über den Anstieg der Infektionen zu sein, da an den Verkehrsknotenpunkten viele Menschen unterwegs waren.

Die Zahl der Infizierten mit schweren Symptomen, nach den Kriterien der Stadtverwaltung, stiegt in Tokyo auf 39. Insgesamt verzeichnet die Stadt damit seit Beginn der Pandemie 125.978 Infektionen.

LESEN SIE AUCH:  Was ist Japans "Quasi-Ausnahmezustand" eigentlich?

Die Präfektur Osaka meldete am Samstag 918 Infektionen und eine Auslastung der Krankenhausbetten für Patienten mit schweren Symptomen von über 80 Prozent.

Der Gouverneur der Präfektur warnt mittlerweile davor, dass er die japanische Regierung auffordern muss, den Ausnahmezustand zu erklären, wenn die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen nicht ausreichen.

Neuer Ausnahmezustand in Osaka würde härtere Maßnahmen bringen

In einer Fernsehsendung am Samstag sagte Gouverneur Hirofumi Yoshimura, dass wenn sich die Auswirkungen des „Quasi-Ausnahmezustand“, der Anfang April verhängt wurde, nicht in der Woche des 19. April abzeichnen werden und die Behörden dann entscheiden, ob ein Ausnahmezustand nötig ist.

Er warnte allerdings davor, dass die Maßnahmen in einem weiteren Ausnahmezustand allerdings härter wären, als zu Beginn dieses Jahres und sprach damit die Schließung von Geschäften an.

Japans drittgrößte Präfektur, mit 8,81 Millionen Einwohnern, verzeichnet mittlerweile einen größeren Anstieg an Infektionen als Tokyo. Die Präfekturverwaltung sagt mittlerweile, dass Osaka in eine vierte Welle eingetreten ist.

Seit dem 5. April stehen die Präfekturen Osaka, Hyogo und Miyagi unter einem „Quasi-Ausnahmezustand“, der es den Gebieten ermöglicht strengere Corona-Maßnahmen auf einzelne Städte zu verhängen und diese auch rechtlich durchzusetzen.

Die Maßnahmen sind allerdings eher „harmlos“, Restaurants und Bars müssen um 20 Uhr schließen, die Zuschauerzahl bei Großveranstaltungen sind auf 5.000 begrenzt und die Menschen sollen keine unnötigen Ausflüge machen.

Neue Infektionswelle befürchtet

Trotz der Maßnahmen steigt die Zahl der Infektionen weiter an, das National Institute of Infectious Diseases schätzt, dass Mutationen des Coronavirus für etwa 70 Prozent der Infektionen verantwortlich sind, die in Osaka und Hyogo verzeichnet werden.

Auch in Tokyo, Kanagawa und Chiba ist die Zahl mittlerweile auf 10 Prozent angestiegen, was die japanische Regierung befürchten lässt, dass der Großraum Tokyo vor einer weiteren Infektionswelle steht.

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