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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftExperten versuchen Verständnis für Corona-Impfstoffe in Japan zu schaffen

Zu viele Missverständnisse in der Bevölkerung

Experten versuchen Verständnis für Corona-Impfstoffe in Japan zu schaffen

Experten in Japan versuchen mehr öffentliches Verständnis für die Corona-Impfstoffe zu schaffen, da viele Menschen misstrauisch gegenüber Impfungen sind.

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Zudem fordern sie die japanische Regierung auf, mehr dafür zu tun, dass die Bevölkerung transparent informiert wird, bevor die Impfungen landesweit starten.

Bedarf über detaillierte Informationen über Corona-Impfstoffe nötig

Eine Umfrage des Sozialpsychologen Shoji Tsuchida, Professor an der Kansai Universität, ergab, dass nur 47,2 Prozent der Menschen in Japan sich impfen lassen wollen. 23,7 Prozent wollen dies nicht und der Rest gab an, dass er noch unschlüssig ist.

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„Es besteht ein dringender Bedarf, das Verständnis für Impfstoffe zu fördern“, sagte Tsuchida und forderte die Regierung auf, detaillierte Informationen zu veröffentlichten und die Menschen aufzufordern, eine ruhige Entscheidung zu treffen, während sich das Land auf Impfungen gegen das Coronavirus vorbereitet.

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Laut Tsuchida beruht die misstrauische Haltung gegenüber Corona-Impfstoffen auf der Angst vor Nebenwirkungen und dem Glauben, dass sie sich sowieso nicht mit dem Coronavirus anstecken werden. „Der Mensch ist von Natur aus empfindlich gegenüber Gefahren“, so Tsuchida. „Es ist natürlich, auf die Gefahr zu achten, anstatt auf Informationen über die Sicherheit. Ich hoffe, dass die Menschen ruhige Entscheidungen treffen und die schweren Symptome von Coronavirus-Infektionen gegen die Nebenwirkungen der Impfstoffe abwägen, basierend auf genauen Informationen.“

Die japanische Regierung sollte Daten über das Auftreten von Nebenwirkungen und andere Informationen komplett offenlegen, da die beobachteten Nebenwirkungen in den meisten Fällen nicht so schwerwiegend sind wie eine Infektion, so der Experte. „Die endgültige Entscheidung liegt bei den Individuen“, so Tsuchida. „Es ist wichtig für die Regierung, denen beizustehen, die keine Impfungen wollen und gleichzeitig um Verständnis zu bitten.“

Viele Missverständnisse in der Öffentlichkeit

Yumiko Nara, Spezialistin für Risikokommunikation, sagte, dass es in der Öffentlichkeit noch viele Missverständnisse gebe, darunter die Vorstellung, dass sich Menschen nicht mehr anstecken können, wenn sie geimpft sind. „Es besteht die Notwendigkeit, sowohl die zu erwartenden Nebenwirkungen als auch Gegenmaßnahmen zu erklären und Informationen über Anlaufstellen und Hilfsprogramme bereitzustellen“, so Nara.

Es ist wichtig, dass die Menschen einen Schritt zurücktreten und Impfungen nicht nur als Maßnahme zur Krankheitsvorbeugung für den Einzelnen, sondern für die Gesellschaft als Ganzes, einschließlich des medizinischen Personals, betrachten, fügte sie hinzu.

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