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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftExpertenkommission rät den Ausnahmezustand in Japan zu verschärfen

Infektionen steigen immer schneller an

Expertenkommission rät den Ausnahmezustand in Japan zu verschärfen

Japans Ausnahmezustand soll länger und strenger werden, jedenfalls wenn es nach Higeri Omi, der Leiter der Expertenkommission, die sich mit der Pandemie befasst, geht.

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Omi sagte, dass wenn die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter ansteigt oder nur geringfügig abnimmt, ist es unmöglich die derzeitige Maßnahme aufrechtzuerhalten und stärkere Einschränkungen müssten her.

Ausnahmezustand muss je nach Infektionssituation ausgeweitet werden

Yasutoshi Nishimura, der für die Bekämpfung des Coronavirus zuständige Minister Japans, sagte ebenfalls: „Weitere Präfekturen könnten unter dem Ausnahmezustand gestellt werden, abhängig von der Infektionssituation.“

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„Wir denken über verschiedene Maßnahmen nach, indem wir das Worst-Case-Szenario und eine Situation berücksichtigen, in der die Zahl der Infektionen nicht zurückgeht“, so Nishimura.

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Er bekräftigte jedoch, dass es keinen unmittelbaren Plan gebe, den Ausnahmezustand landesweit auszuweiten.

Tokyo und drei weitere Präfekturen wurden bereits vergangene Woche unter dem Ausnahmezustand gestellt, da die Infektionen immer weiter ansteigen. Die Maßnahme wurde am Mittwoch für sieben weitere Präfekturen verhängt.

Es gibt allerdings viel Kritik, da der Ausnahmezustand nur vorsieht, dass Geschäfte, Restaurants und Bars ab 20 Uhr schließen sollen, davor allerdings alles normal läuft. Auch die Schulen wurden nicht geschlossen.

Die Forderung der Regierung, dass die Zahl der Pendler um 70 Prozent reduziert werden soll, wird zurzeit auch ignoriert.

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Mittlerweile wurden die Menschen in Tokyo gebeten, auch tagsüber das Haus nicht zu verlassen.

Gesundheitssystem in Japan unter großen Druck

Mittlerweile ist die Gesamtzahl der Infektionen in Japan über 300.000 gestiegen. Im Dezember erreichte sie die 200.000er-Marke, was zeigt, dass sich das Coronavirus immer schneller ausbreitet.

Mittlerweile berichten einige Ärzte, dass Krankenhäuser immer öfters Patienten ablehnen und das kaum noch Betten und notwendige Geräte für Corona-Patienten zur Verfügung stehen und man daher entscheiden muss, wer eine Behandlung bekommt und wer nicht.

Trotzdem reagiert die japanische Regierung nur zögerlich, was insbesondere zu Kritik an Premierminister Yoshihide Suga führt, der versucht, die japanische Wirtschaft durch Maßnahmen nicht negativ zu beeinflussen.

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