Anzeige
HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftFast 15.000 Menschen in Japan warten auf medizinische Behandlung

Gesundheitszentren werden mit Anfragen überflutet

Fast 15.000 Menschen in Japan warten auf medizinische Behandlung

Laut einer Umfrage von Kyodo News warten in Japan mindestens 15.000 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, auch eine Aufnahme in einem Krankenhaus oder einer ausgewiesenen Unterkunft für Infizierte.

Anzeige

Die Zahl der Menschen, die medizinische Behandlung benötigen, ist seit Dienstag in Japan stark angestiegen, in Tokyo hat sich die Zahl mittlerweile vervierfacht.

Immer mehr Menschen sterben zu Hause an der Corona-Infektion

In Japan sind die örtlichen Gesundheitszentren dafür zuständig, Menschen, die sich infiziert haben, in ein Krankenhaus einzuweisen oder, wenn die Person nur leichte Symptome hat, in einer ausgewiesenen Unterkunft unterzubringen.

LESEN SIE AUCH:  80 Prozent der Präfekturen in Japan sehen in Corona-Impfungen eine große Herausforderung

Da die Zahl der Neuinfizierten seit November in Japan stark ansteigt, gibt es kaum noch freie Krankenhausbetten und Unterkünfte, was die Menschen dazu zwingt, zu Hause auszukurieren. Dies führte bereits zu einigen Meldungen, dass Menschen an der Infektion zu Hause verstorben sind, da sich ihr Gesundheitszustand rapide verschlechterte.

Anzeige

Laut der Umfrage warten in Tokyo zurzeit 7.539 Menschen auf einen Platz in einem Krankenhaus oder eine ausgewiesene Unterkunft. Die Zahl hat sich seit dem 19. Dezember mehr als vervierfacht.

Jede Präfektur in Japan verzeichnet einen ähnlichen Anstieg.

Die Präfekturen Chiba und Kanagawa erklärten, dass ihre Terminprobleme auf den Mangel an Krankenhausbetten zurückzuführen sind, die Präfektur Tochigi erklärte, dass die ausgewiesenen Hotels die Patienten nicht rund um die Uhr aufnehmen können, da die Desinfektion jedes Mal, wenn die Patienten gehen und kommen, Zeit kostet.

Ausnahmezustand sollte helfen, tut er aber nicht

Am 7. Januar verhängte Japans Premierminister Yoshihide Suga auf Druck der Gouverneure den Ausnahmezustand für Tokyo und drei benachbarten Präfekturen, kurze Zeit später wurde die Maßnahme auf 7 Präfekturen aufgeweitet.

Anzeige

Die Einwohner der Präfekturen wurden aufgefordert nach 20 Uhr zu Hause zu bleiben, auch Restaurants und Bars sollen um diese Uhrzeit schließen.

Mittlerweile warnen Gesundheitsexperten allerdings davor, dass die Menschen nicht vorsichtig genug sind, da sich das Verkehrsaufkommen in den Präfekturen, die unter Ausnahmezustand stehen, nicht geändert hat.

Anzeige
Anzeige