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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftFast 300 Menschen brechen in Japan pro Tag die Quarantäneregeln

Sicherheitsfirmen sollen nun kontrollieren

Fast 300 Menschen brechen in Japan pro Tag die Quarantäneregeln

Laut des japanischen Gesundheitsministeriums brechen pro Tag in Japan fast 300 Menschen die Quarantäneregeln.

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Dabei handelt es sich um Personen, die verpflichtet sind, sich 14 Tage in Selbstquarantäne zu begeben und bei denen nicht bestätigt werden konnte, dass sie sich an dem ausgewiesenen Ort befinden oder die in einiger Entfernung gefunden wurden.

Sicherheitsfirmen sollen die Menschen nun kontrollieren

Seit Mitte April werden die Quarantäne-Regeln durch das japanische Gesundheitsministerium stärker kontrolliert, nachdem Japan seine Einreisebeschränkungen nochmals verschärft hatte.

Da bei den Kontrollen aber immer öfters festgestellt wird, dass sich die Person dort nicht befindet, will das Gesundheitsministerium nun private Sicherheitsfirmen beauftragt, die Quarantäne zu überwachen, wenn jemand, der sich eigentlich in Quarantäne befinden sollte, länger als drei Tage nicht erreicht werden kann.

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Laut des Ministeriums befinden sich zurzeit 234.000 Menschen in Selbstquarantäne. Etwa 70 Prozent der Menschen, die nicht angetroffenen werden, meldeten ihren Aufenthaltsort nicht den Behörden und 30 Prozent wurden nicht am gemeldeten Ort angetroffen.

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In Japan ist man nicht gezwungen, den Ort, in den man sich während der Quarantäne aufhält, anzugeben. Diese Personen werden dann per Videoanruf oder Telefonanruf kontrolliert.

Verstoß kann zur Abschiebung oder öffentlichen Bekanntgabe des Namens führen

Handelt es sich dabei um eine Person, die nach Japan eingereist ist, werden sie zusätzlich gebeten, eine App zur Standortverfolgung installieren und täglich Informationen über ihren Gesundheitszustand über die App zu schicken.

Das Gesundheitsministerium warnt nun eindringlich davor, dass die Strafen für das Brechen der Quarantäne-Regeln zur öffentlichen Bekanntgabe der Namen oder, im Falle eines ausländischen Staatsangehörigen, zum Entzug des Aufenthaltsstatus und die Abschiebung führt.

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