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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftGesundheitsexperten fordern Japans Regierung zum Handeln auf

Corona-Maßnahmen müssen überarbeitet werden

Gesundheitsexperten fordern Japans Regierung zum Handeln auf

Immer mehr Gesundheitsexperten fordern die japanische Regierung auf, ihre Überprüfung der Coronamaßnahmen zu beschleunigen, einschließlich der geplanten Änderung der Erfassung der Infektionszahlen.

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Japans oberster Gesundheitsexperte Shigeru Omi, der das Gremium leitet, welches die Regierung in der Pandemie berät, sagte, die Regierung solle in zwei Schritten vorgehen. Zum einen muss die Belastung der Krankenhäuser verringert und dafür gesorgt werden, dass die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten weiterhin ermöglicht werden.

Regierung handelt laut Gesundheitsexperten zu spät

Die japanische Regierung hatte erklärt, dass sie die Maßnahmen überarbeiten will, sobald die aktuelle Ausbreitung des Coronavirus in Japan nachlässt und will vorerst keine Einschränkungen umzusetzen. Allerdings wurde den Präfekturen vor einigen Tagen mehr Handlungsfreiheit für Coronamaßnahmen gegeben.

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Omi sagte dazu auf einer Pressekonferenz: „Unter den gegenwärtigen Umständen ist es nicht angemessen, zu warten, bis das Wiederaufflammen abgeklungen ist.“

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Dem Vorschlag der Gesundheitsexperten zufolge sollen in fünf Bereichen sofort neue Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Ausbreitung des Coronavirus auf medizinischer und kommunaler Ebene die Stufe 1 erreicht. Wird die Stufe 2 erreicht, soll eine umfassende Überprüfung stattfinden, mit Blick auf eine Änderung des Gesetzes zur Erleichterung drastischer und flexibler Maßnahmen.

Meldung von Infektionen soll geprüft werden

Medizinische Einrichtungen und öffentliche Gesundheitszentren arbeiten derzeit bei der Meldung der Neuinfektionen an die Regierung zusammen. Angesichts des Anstiegs der Infektionen wird befürchtet, dass sie nicht mehr in der Lage sein werden, dies noch lange durchzuhalten.

Während die Kosten vorerst von der japanischen Regierung getragen werden, können medizinische Einrichtungen, wenn sie die Stufe 2 erreichen, nur noch öffentliche Mittel für die Behandlung schwer kranker Patienten oder den Kauf teurer Medikamente verwenden.

Auch die Meldung von Infektionen soll überprüft werden, wobei Trends anhand von Daten aus bestimmten Regionen und Einrichtungen beobachtet und Informationen über Risikopatienten gesammelt werden sollen.

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