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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftGesundheitsexperten in Japan warnen vor den Auswirkungen der Infektionswelle

Mehrere Präfekturen erfüllen Bedingungen für den Ausnahmezustand

Gesundheitsexperten in Japan warnen vor den Auswirkungen der Infektionswelle

MA: Das Gremium von Gesundheitsexperten, dass die japanische Regierung in Fragen der Pandemie berät, warnte davor, dass die Auswirkungen, des erneuten Anstiegs der Infektionen mit dem Coronavirus, fatale Auswirkungen für die Menschen haben wird.

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Das Gremium beriet am 28. Juli über die aktuelle Situation, da die Zahl der Neuinfektionen stark angestiegen ist, insbesondere die Delta-Variante breitet sich immer weiter aus.

Gesundheitsexperten warnen vor Zusammenbruch des Gesundheitssystems

Zu den Themen gehörten die Lage in Tokyo, das bereits unter dem Ausnahmezustand steht und die Lage in den Präfekturen Kanagawa, Chiba und Saitama, die unter dem „Quasi-Ausnahmezustand“ stehen, sowie die Situation in den westjapanischen Präfekturen, darunter auch Osaka.

Ein Mitglied des Gremiums erklärte: „Wir sehen eine rasche Ausbreitung der Infektionen, wie es sie noch nie gegeben hat.“

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Angesichts des weiteren Anstiegs der Infektionen in der Hauptstadt äußerten auch die anderen Gesundheitsexperten des Gremiums ernste Bedenken: „Es zeichnet sich eine Auswirkung auf die medizinische Standardversorgung ab. Es besteht die große Sorge, dass wir uns auf eine Situation zubewegen, in der Leben, die normalerweise gerettet werden könnten, nicht mehr gerettet werden können. Das größte Problem ist, dass die Regierung und die Bevölkerung nicht in der Lage sind, das gleiche Gefühl für die Krise zu entwickeln.“

Mehrehre Präfekturen erfüllen Bedingungen für den Ausnahmezustand

Mittlerweile haben einige Präfekturen in Japan das Kriterium erfüllt, dass der Ausnahmezustand ausgerufen werden müsste. Dafür muss die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern 25 übersteigen. In Tokyo beträgt der Wert mittlerweile 98 Neuinfektionen, Okinawa 83, Kanagawa 45, Saitama 43, Chiba 40 und Osaka 36.

Tokyos Nachbarpräfekturen haben mittlerweile beantragt, unter den Ausnahmezustand gestellt zu werden.

Die Präfekturen Fukuoka, Kyoto, Hyogo und Hokkaido erfüllen mittlerweile die Bedingungen für den „Quasi-Ausnahmezustand“.

Im Wochenvergleich gibt es in einigen Gebieten starke Anstiege der Neuinfektionen. In Tokyo sind es 149 Prozent und in Osaka 152 Prozent. Landesweit sind es 154 Prozent, was laut den Gesundheitsexperten darauf hindeutet, dass das Land eine neue Infektionswelle erlebt.

Die Delta-Variante ist mittlerweile für über 75 Prozent der Neuinfektionen in der Metropolregion Tokyo verantwortlich. In der Kansai-Region (Osaka, Kyoto und Hyogo) sind es 30 Prozent der Neuinfektionen.

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