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Wieder mehr Neuinfizierte

Gesundheitsexperten warnen vor einer dritten Infektionwelle in Japan

Angesichts steigender Zahlen warnen Gesundheitsexperten davor, dass Japan eine dritte Infektionswelle bevorsteht.

Das Land verzeichnete am Mittwoch insgesamt 1.547 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, der höchste Stand seit Anfang August.

Steigende Infektionszahlen in vielen Präfekturen

In Tokyo wurden 317 Infektionen gezählt, womit seit dem 20. August die 300er-Marke überschritten wurde. Weiterhin ist Japans Hauptstadt am stärksten von der Pandemie betroffen.

Seit Anfang November wird ein Anstieg der Infektionen in Tokyo verzeichnet, wobei die durchschnittliche tägliche Zahl der neuen Fälle in der Hauptstadt in den letzten sieben Tagen 250 überschritten hat. Das entspricht den Zahlen aus August, als die Pandemie in Japan ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hatte.

Mehr zum Thema:  Suga verspricht erneut Impfstoff für Japan zu sichern

Die Präfekturen Osaka, Hyogo und Saitama meldeten ebenfalls einen Rekordanstieg an einzelnen Tagen, in Hokkaido wird ein starker Anstieg von Clusterinfektionen gemeldet.

Osaka, das die zweithöchste kumulative Gesamtzahl aufweist, meldete 256 neue Fälle, und die benachbarte Präfektur Hyogo bestätigte 70 Fälle des Virus.

Die Präfektur Saitama meldete 116 Neuinfektionen, Hokkaido bestätigte 197 Infektionen und damit den siebten Tag in Folge mehr als 100. Am Montag wurde auf der nördlichsten Hauptinsel des Landes ein neuer Tagesrekord von über 200 Infektionen gezählt.

Gesundheitsexperten und Premierminister warnen vor steigenden Infektionszahlen

Toshio Nakagawa, Leiter der Japan Medical Association, sagte auf einer Pressekonferenz: „Dies kann als eine dritte Infektionswelle betrachtet werden.“

Da in Japan die Grippesaison vor der Tür steht, und die Menschen weniger nach draußen gehen, wird vor einem weiteren Anstieg der Infektionen gewarnt. Auch Japans Premierminister warnte bereits vor einem Anstieg durch die niedrigeren Temperaturen.

Nach den neuesten Zahlen beläuft sich Japans landesweite kumulative Gesamtzahl auf 112.767 Fälle, die Zahl der Todesopfer liegt nun bei 1.876.

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind wir nicht in der Lage, den Ausnahmezustand auszurufen“, sagte Yasutoshi Nishimura, der für die Reaktion der japanischen Regierung auf das Coronavirus zuständige Minister, auf einer Pressekonferenz.

Nishimura sagte jedoch, dass die Regierung die Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Verbreitung des Virus verstärken werde.

Kritik an den Maßnahmen der Regierung

Kritiker sagen, dass die steigenden Infektionszahlen im ganzen Land durch die Bemühungen der Regierung kommen,  im Zuge der Wiederbelebung der von der Pandemie heimgesuchten Wirtschaft die Beschränkungen zu lockern.

Die japanische Regierung startete im Juli ein Programm zur Subventionierung von Inlandsreisen, um der Tourismusbranche zu helfen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu überstehen.

Japan hat auch sein Einreiseverbot für ausländische Reisende aus Ländern wie Australien, Südkorea, Singapur, Thailand, Neuseeland und Vietnam sowie Taiwan für Geschäftsreisen aufgehoben, um so dabei zu helfen, die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen.

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