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Aufnahmestopp für Notfallpatienten

Japans Gesundheitssystem erneut stark überlastet

Die sechste Infektionswelle sorgt erneut dafür, dass Japans Gesundheitssystem stark überlastet ist. Mittlerweile hat die Zahl der Neuinfektionen die Marke von 100.000 geknackt und das Coronavirus breitet sich weiterhin schnell aus.

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Das Gesundheitsministerium sagte am Freitag, dass die Zahl der Menschen, die an schweren Symptomen einer Infektion leiden, mittlerweile auf 1.042 angestiegen ist und damit das erste Mal seit September wieder die 1.000 überschritten hat.

Gesundheitssystem leidet unter Personalmangel

Darüber hinaus leidet das japanische Gesundheitssystem unter einem zunehmenden Arbeitskräftemangel, da viele Mitarbeiter aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus oder aufgrund eines engen Kontakts mit einer infizierten Person ausfallen.

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Immer mehr Krankenhäuser haben bereits die Aufnahme von Notfallpatienten komplett eingestellt und deren Mitarbeiter sagen, dass die Situation von Minute zu Minute schlimmer wird und sie psychisch am Ende sind.

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Nach Angaben der Behörde für Brand- und Katastrophenschutz gab es in der Woche bis zum vergangenen Sonntag 5.303 Fälle, in denen Krankenwagen Schwierigkeiten hatten, Krankenhäuser zu finden, die Patienten aufnehmen konnten. Dies ist ein Rekordwert und liegt etwa 1,6 Mal höher als der Höchststand während der fünften Infektionswelle im vergangenen Sommer.

Immer mehr Krankenhäuser stoppen Aufnahme von Notfallpatienten

Das Omori-Hospital des japanischen Roten Kreuzes im Bezirk Ota in Tokyo hat unter anderem die Zahl der Krankenhausbetten für allgemeine Patienten um rund 100 reduziert, um die Aufnahme von Coronavirus-Patienten zu erweitern. Zuvor nahm das Krankenhaus etwa 20 Notfallpatienten pro Tag auf. Seit Mittwoch werden jedoch nur noch Notfallpatienten mit schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt und Hirninfarkt aufgenommen.

Am Donnerstag hat das Krankenhaus die Aufnahme von Notfallpatienten vollständig eingestellt.

Das Kitano-Krankenhaus ist ein weiteres Beispiel. Auch dort war die Zahl der Aufnahmen begrenzt, weil viele Mitarbeiter aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus oder ihrer Einstufung als Kontaktpersonen beurlaubt werden mussten.

Das Hyogo College Of Medicine Hospital in der Stadt Nishinomiya in der Präfektur Hyogo hat Ende Januar alle neuen Krankenhauseinweisungen und Operationen, die keine Notfälle sind, ausgesetzt.

Neben den Krankenhäusern sind auch die Gesundheitszentren überall im Land überlastet und kommen kaum noch mit der Versorgung, der Menschen, die sich zu Hause erholen, hinterher.

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