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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftGouverneurin von Tokyo fordert junge Menschen zum Impfen auf

Koike gibt jungen Menschen Schuld am Anstieg der Neuinfektionen

Gouverneurin von Tokyo fordert junge Menschen zum Impfen auf

Yuriko Koike, die Gouverneurin von Tokyo, forderte am Mittwoch junge Menschen dazu auf, sich impfen zu lassen, da die Zahl der Neuinfektionen drastisch ansteigt.

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Japans Hauptstadt meldete am Mittwoch über 3.000 Neuinfektionen, so viele wie an keinem anderen Tag der Pandemie.

Gouverneurin sieht Impfung als Schlüssel

Die Gouverneurin wies darauf hin, dass die Mehrheit der älteren Menschen in Japan vollständig geimpft sei und es kaum noch Infektionen unter ihnen gäbe, junge Menschen allerdings immer häufiger erkrankten.

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„Der Schlüssel zur Eindämmung der Infektionen liegt in der Aktivität der Jüngeren und wir benötigen ihre Mitarbeit“, so Koike auf einer Pressekonferenz. „Bitte achten Sie darauf, nicht unbedingt notwendige Ausflüge zu vermeiden und grundlegende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen einzuhalten und ich möchte, dass sich jüngere Menschen impfen lassen.“

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Seit Dienstag sind 25,5 Prozent der japanischen Bevölkerung vollständig geimpft. Der Anteil der älteren Menschen, die vollständig geimpft sind, liegt bei 68,2 Prozent, also 36 Millionen Menschen.

Politik gibt jüngeren Menschen Schuld für den starken Anstieg

Zwar bekommen nun auch jüngere Menschen leichter einen Impftermin, allerdings gibt es immer noch Lieferschwierigkeiten bei den benötigten Impfstoffmengen.

Außerdem ist die Skepsis gegenüber der Impfung gerade bei den Jüngeren in Japan sehr groß, teilweise befeuert durch Fake News.

In Tokio gilt aktuell der vierte Ausnahmezustand, der aber vor allem darauf abzielt, dass Restaurants und Bars keinen Alkohol mehr ausschenken dürfen und gleichsam ihre Öffnungszeiten verkürzen müssen. Maßnahmen für die Öffentlichkeit sind nur eine Aufforderung und werden zunehmend ignoriert.

Den Grund dafür sieht man in der japanischen Politik bei jüngeren Menschen, die sich laut der Gouverneurin von Tokyo auch nach den vorgeschriebenen Öffnungszeiten in der Innenstadt treffen würden.

Neben Koike hat auch Japans Premierminister Yoshihide Suga die Menschen aufgefordert, auf Reisen zu verzichten. Gleichzeit sagte er allerdings, dass er keine Notwendigkeit darin sehe, die Olympischen Spiele abzubrechen.

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