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Pandemie führt zu weniger Grippe-Meldungen

Grippesaison fällt in diesem Jahr in Japan klein aus

Mitten im erneuten Anstieg der Coronavirus-Pandemie verzeichnet Japan nur eine kleine Grippesaison.

Grund dafür sind besonders die Schutzmaßnahmen, die die Menschen ergreifen. Also häufiges Händewaschen und Masken tragen, so Gesundheitsexperten.

Grippesaison beginnt normalerweise im November

Die Grippesaison in Japan beginnt in der Regel um November und Dezember, wenn die wöchentliche durchschnittliche Anzahl der Patienten pro medizinischer Einrichtung einen übersteigt, und erreicht ihren Höhepunkt zwischen Januar und Februar.

In diesem Jahr gab es jedoch im September und Oktober nur drei bis 32 Grippefälle pro Woche, das sind 0,1 bis 1 Prozent der Werte des Vorjahres und 139 Fälle in den ersten vier Novemberwochen.

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In der Woche bis zum 6. Dezember lag der Durchschnitt pro Einrichtung bei 0,01, weit unter dem Niveau einer normalen Grippesaison, so das Gesundheitsministerium, das Grippemeldungen von etwa 5.000 Krankenhäusern und Kliniken im ganzen Land erhält.

Coronavirus sorgt für geringe Anfälligkeit für Grippeviren

„Das Coronavirus ist so hochinfektiös, dass Menschen in Gebieten, in denen das Virus wütet, weniger anfällig für Grippeviren sind“, ein Phänomen, das virale Interferenz genannt wird, so Tetsuo Nakayama, Virologe am Omura Satoshi Memorial Institute der Kitasato Universität.

Zellen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, schütten Interferone aus, Proteine, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen, und blockieren die Infektion mit anderen Viren, erklärte er.

Zum Beispiel endet eine Epidemie des respiratorischen Synzytialvirus, das erkältungsähnliche Symptome verursacht, wenn sich ein Grippevirus auszubreiten beginnt, bemerkte Nakayama.

Er wies auch darauf hin, dass das Coronavirus vermutlich die Ausbreitung von Grippeviren in der südlichen Hemisphäre in den Wintermonaten Mai und Juni verhindert hat.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums rief jedoch zur Vorsicht im Kampf gegen die Grippe auf und merkte an, dass es derzeit keine Anzeichen für eine virale Interferenz gibt.

„Grundlegende infektionspräventive Maßnahmen wie Händewaschen und Gurgeln sollten gründlich durchgeführt werden“, forderte der Sprecher.

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