Anzeige
HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftHitzewelle stellt Krankenhäuser in Japan vor neue Herausforderung

Menschen leiden unter erneuter Hitzewelle

Hitzewelle stellt Krankenhäuser in Japan vor neue Herausforderung

Der größte Teil Japans leidet unter einer Hitzewelle, was dazu führt, dass viele Menschen, denen die Temperaturen zu schaffen machen, in Krankenhäuser müssen.

Anzeige

Da die Krankenhäuser bereits mit der Pandemie zu kämpfen haben, entwickelt sich die Situation zu einem Problem.

Immer mehr Menschen müssen wegen Hitze in Krankenhäusern behandelt werden

Die Zahl der Menschen mit Anzeichen eines Hitzschlags oder Hitzeerschöpfung hat in letzter Zeit stark zugenommen, da die Temperaturen immer weiter steigen. Am Montag wurden in Hamamatsu 41,1 °C gemessen, auch in anderen Teilen Japans stiegen die Temperaturen auf 40 °C an.

LESEN SIE AUCH:  Hitze in Japan sorgt für Tote und Hitzschlag-Opfer

„Es gibt Zeiten, in denen wir nicht sofort unterscheiden können, ob ein Patient wegen der Hitze oder dem Coronavirus mit hohem Fieber eingeliefert wird“, so Yasufumi Miyake, Leiter des Advanced Emergency Medical Service Centers am Teikyo University Hospital.

Laut Miyake muss die Behandlung die Möglichkeiten von COVID-19 und hitzebedingten Erkrankungen berücksichtigen, wenn das Personal die Möglichkeit einer Coronavirus-Infektion nicht ausschließen kann. „Es besteht die Gefahr, dass das medizinische System zusammenbricht“, fügte er hinzu.

Anzeige

In der Befürchtung, dass das Tragen von Masken selbst zu Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung führen könnte, wurden nach Angaben der Fire and Disaster Management Agency zwischen dem 10. und 16. August 12.804 Menschen wegen hitzebedingter Erkrankungen in ganz Japan ins Krankenhaus eingeliefert, gegenüber 6.664 im Vorjahr.

Im Zentrum Tokyos lag die Zahl der Todesopfer durch Hitzschlag oder Hitzeerschöpfung im August am Dienstag bei 79, so eine Bilanz des Tokyo Medical Examiner’s Office.

Menschen haben wenig Zeit, sich an den Temperaturanstieg zu gewöhnen

Während sengende Hitze in Japan in den letzten Jahren inmitten der globalen Erwärmung ein Problem darstellte, nehmen Experten an, dass die in diesem Jahr länger als üblich andauernde Regenzeit es den Menschen erschwerte, sich physisch an den plötzlichen Temperaturanstieg in diesem Monat zu gewöhnen. Während der Regenzeit fehlte es in vielen Regionen Japans im Juli an Sonnenlicht und die Menschen konnten sich nicht allmählich an heißeres Wetter gewöhnen.

Hiroyuki Kusaka, Professor für Meteorologie an der Universität von Tsukuba, sagte, die jüngste Hitzewelle sei durch zwei Hochdrucksysteme verursacht worden, die sich über Japan überlagert hätten. Um dem Risiko hitzebedingter Erkrankungen vorzubeugen, betonte Kusaka die Notwendigkeit, kühl und hydratisiert zu bleiben. Er rief insbesondere dazu auf, sich um die älteren Menschen zu kümmern, die als besonders anfällig für die Hitze gelten.

Anzeige

Die Menschen sollten die Senioren nicht nur dazu drängen, die Klimaanlage einzuschalten, sondern auch überprüfen, ob sie dies getan haben, so Kusaka.

Anzeige
Anzeige