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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftHokkaido erhöht erneut die Corona-Warnstufe

Kalte Jahreszeit sorgt für mehr Infizierte

Hokkaido erhöht erneut die Corona-Warnstufe

Da die täglichen Infektionen mit dem Coronavirus in Hokkaido zunehmen, haben die Behörden der Präfektur die Warnstufe auf Level drei angehoben.

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Japans nördlichste Präfektur meldete am 7. November 187 neue Infektionen, die meisten davon in der Präfekturhauptstadt Sapporo und zum dritten Mal hintereinander über 100.

Bars und Restaurants in Hokkaido sollen wieder schließen

Die Behörden von Hokkaido beriefen am 7. November eine Sitzung ihrer Taskforce ein, die sich mit der Gesundheitsversorgung befasst, und beschlossen, die Alarmstufe auf 3 zu erhöhen. Erst am 28. Oktober wurde die Alarmstufe von 1 auf 2 angehoben.

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In einem ersten Schritt werden die Bars und Restaurants in Susukino, dem beliebten Vergnügungsviertel in Sapporo, gebeten, zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr zu schließen. Die Bitte gilt für drei Wochen bis zum 27. November.

Die Gouverneurin von Hokkaido, Naomichi Suzuki, und der Bürgermeister von Sapporo, Katsuhiro Akimoto, erklärten am 7. November auf einer Pressekonferenz die neuen Maßnahmen und baten um die Zusammenarbeit mit den Einwohnern und Touristen.

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Niedrige Temperaturen haben zu einem Anstieg der Zahl der COVID-19-Infektionen in Hokkaido geführt.

Kältere Temperaturen führen dazu, dass die Zahl der Infektionen wieder ansteigen
Kältere Temperaturen führen dazu, dass die Zahl der Infektionen wieder ansteigen. Bild: Präfektur Hokkaido

Selbst nach der Anhebung der Alarmstufe auf 2 stiegen die Infektionen weiter an, wobei am 5. November 119 und am darauffolgenden Tag 115 Fälle gemeldet wurden.

Forderung nach strengeren Maßnahmen

Mehrere der sieben Indikatoren, die von den Behörden von Hokkaido zur Bestimmung der Alarmstufe verwendet werden, hatten bereits die Stufe 3 überschritten und es gab einige Forderungen nach noch strengeren Maßnahmen.

Ende Februar verhängten die Behörden von Hokkaido ihren eigenen Ausnahmezustand, nachdem die COVID-19-Infektionen dem nationalen Trend weit vorausgeeilt waren.

Dies führte zu Aufforderungen, Bars und Restaurants in Susukino zu schließen. In den drei Monaten zwischen Juni und August, nachdem der Ausnahmezustand aufgehoben worden war, hatten nach Angaben des Tourismusverbandes von Susukino etwa 10 Prozent der rund 3.800 Bars und Restaurants im Bezirk geschlossen.

„Wahrscheinlich werden noch mehr Geschäfte für immer schließen“, sagte ein Verbandsfunktionär. „Die Vitalität von Susukino wird nicht zurückkehren, wenn sich die Infektionen weiter ausbreiten. Wir werden alle im Bezirk zusammenkommen müssen, um dieses Problem zu überwinden.“

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