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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftImmer mehr Gemeinden in Japan setzen Corona-Impfungen aus

Lieferengpass wird schlimmer

Immer mehr Gemeinden in Japan setzen Corona-Impfungen aus

Nachdem bereits die Städte Yamagata und Osaka Corona-Impfungen ausgesetzt hat, kündigten mehrere Gemeinen in Japan den gleichen Schritt an, da es an Impfstoff mangelt.

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Japans Impfkampagne hatte zuletzt deutlich an Fahrt aufgenommen, nachdem die Anzahl der Impfungen 1 Million pro Tag erreicht hatte. Allerdings führte dies rasch zu Lieferengpässen.

Gemeinden bekommen immer weniger Impfdosen

Nur etwa 30 Prozent der von den Gemeinden bestellten Anzahl an Impfdosen von Biontech werden ab dem 19. Juli geliefert, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

Das führt nun dazu, dass immer mehr Gemeinden die Reservierung für die Corona-Impfungen aussetzten, da nicht klar ist, wann wieder genug Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

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Die Stadtverwaltung von Osaka kündigte diesen Schritt bereits am 2. Juli an und setzte alle Reservierungen ab dem 12. Juli aus. Sie konzentriert sich aktuell auf die notwendige Zweitimpfung.

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Yamagata stoppte die Anmeldung bereits am 25. Juni, Bürgermeister Takashiro Sato äußerte sich verärgert über die Verwirrung, die durch das Verhalten der Regierung entstanden ist.

„In Übereinstimmung mit der Politik der Regierung haben die medizinischen Fachleute und die Beamten der Stadtverwaltung ihr Bestes getan, um das Impfprogramm auszuweiten“, so Sato am 23. Juni. „Aber jetzt sind Grenzen bei der Versorgung mit Impfstoffen aufgetreten. Es herrscht eine unglaubliche Verwirrung unter denjenigen, die die Impfungen durchführen.“

Auch der Impfstoff von Moderna wird knapp

Am 2. Juli traf sich der Gouverneur von Osaka, Hirofumi Yoshimura, mit Taro Kono, dem Staatsminister, der das Impfprogramm koordiniert und bat darum, dass Präfekturen, die sich aufgrund Pandemie unter verschärften Corona-Maßnahmen befinden, vorrangig mit Impfstoffen versorgt werden sollten.

Eine ähnliche Bitte wurde am Vortag von den Gouverneuren von Tokyo und den drei benachbarten Präfekturen an Kono und den Gesundheitsminister Norihisa Tamura gerichtet.

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Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, man hätten Anfragen für etwa 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech für die Gemeinden für Juni und Juli erhalten. Aber nur etwa 60 Millionen Dosen sind für diesen Zeitraum verfügbar.

In Japan ist aktuell der Impfstoff von Biontech und Moderna zugelassen. Allerdings wird auch der Moderna-Impfstoff knapp, der für das Programm „Impfen am Arbeitsplatz“ verwendet wurde.

Das Programm wurde mittlerweile von der japanischen Regierung eingestellt.

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