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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftImmer mehr Großstädte in Japan ändern ihre Impfstrategie wegen Lieferengpässen

Immer weniger Impfdosen

Immer mehr Großstädte in Japan ändern ihre Impfstrategie wegen Lieferengpässen

Immer mehr Großstädte in Japan sind durch Lieferengpässe bei der Versorgung mit Impfstoff gezwungen, ihre Impfstrategie zu ändern.

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Laut einer aktuellen Umfrage gaben 37 Städteverwaltungen von Präfekturhauptstädten an, dass sie planen, die Impfungen auszusetzen oder zu verlangsamen, da die Lieferung des Impfstoffs durch die japanische Regierung immer weniger wird.

Großstädte bekommen immer weniger Impfstoff

Insgesamt 33 Großstädte (70 Prozent) gaben an, dass die Menge an Impfdosen, die für Juli zugeteilt wurde, weniger als die Hälfte der benötigten Menge beträgt. Fukui, Okayama und Nagasaki gaben an, dass sie nur etwa 20 Prozent von dem erhalten haben, was sie bestellt hatten.

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Fünf Stadtverwaltungen gaben an, dass sie die zweite Impfung ausgesetzt haben. Eigentlich sollte die zweite Impfung etwa drei Wochen nach der ersten erfolgen, laut der japanischen Regierung können allerdings auch bis zu sechs Wochen dazwischen liegen.

Die Präfekturen haben die japanische Regierung bereits vergangene Woche für die Lieferengpässe kritisiert. Japans Premierminister hatte darum gebeten, die Impfkapazität schnell zu erweitern, die Kritik, dass die Versorgung damit nicht Schritthalten kann, ist angesichts der Kosten groß.

Regierung glaubt an ein unmögliches Ziel

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Angesichts der Kritik an der schleppenden Einführung des Impfstoffs hat die japanische Regierung ihr Impfprogramm hochgefahren, mit dem Ziel, bis November alle Menschen zu impfen, die sich impfen lassen wollen.

Premierminister Yoshihide Suga sagte, dass die Zahl der Menschen, die ihre erste Impfung erhalten haben, bis Ende Juli voraussichtlich 40 Prozent erreichen wird. Aber eine Umfrage ergab, dass nur elf Großstädte erwarten, das Ziel zu erreichen.

Die Daten zeigen auch, dass insgesamt 32 Stadtverwaltungen (68 Prozent), sagten, dass sie erwarten, dass die Menge der Dosen, die für August und September zugeteilt werden, nicht ausreichen wird, da die Vorräte fast auf dem gleichen Niveau wie im Juli bleiben.

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