Anzeige
HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftIn Japan steigt die Zahl der schwer erkrankten Coronapatienten

Überlastung des Gesundheitssystems befürchtet

In Japan steigt die Zahl der schwer erkrankten Coronapatienten

Die Zahl der Menschen, die schwer an einer Coronainfektion erkranken, hat sich in Japan seit Anfang 2020 fast verachtfacht. Zwar geht man allgemein davon aus, dass Omikron für eher mildere Verläufe verantwortlich ist, trotzdem warnen Gesundheitsexperten davor, dass das Gesundheitssystem schnell wieder an seine Grenzen stoßen wird.

Anzeige

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag die Zahl der von den lokalen Behörden gemeldeten Coronapatienten mit schweren Symptomen am 1. Januar bei 51. Diese Zahl stieg innerhalb einer Woche auf 89, innerhalb von zwei Wochen auf 233 und überschritt am Freitag zum ersten Mal seit etwa drei Monaten die Zahl 400.

Zahl der schwer erkrankten Coronapatienten steigt an

Am Sonntag wurden in Japan insgesamt 430 Menschen gemeldet, die an schweren Symptomen leiden. Dies ist allerdings noch weit unter dem Rekordwert vom 4. September, als Japan mit der fünften Infektionswelle zu kämpfen hatte.

LESEN SIE AUCH:  Keine PCR-Tests mehr für junge Menschen in Japan

Laut des Gesundheitsministeriums ist der Anteil der Omikron-Infektionen bei den Neuinfektionen mittlerweile auf 93 Prozent gestiegen.

Von 2.007 Omikron-Infizierten, die im System der japanischen Regierung registriert sind, hatten 1.193 Informationen über ihre Symptome übermittelt und 1.165 davon waren leicht erkrankt. Von 28 Patienten mit mäßigen Symptomen benötigten nur sieben zusätzlichen Sauerstoff.

Anzeige

Dennoch ist es sicher, dass die absolute Zahl der schwer erkrankten Patienten steigen wird, wenn sich die Infektionen weiter ausbreiten. Japan meldete zuletzt über 50.000 Neuinfektionen an einem Tag.

Gesundheitsexperten warnen vor Überlastung des Gesundheitssystems

Die Gesundheitsexperten, die die japanische Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie beraten, legte der japanischen Regierung am Freitag eine Reihe von Vorschlägen vor. Unter anderem rät sie dazu, dass die Omikron-Variante als eine Infektionskrankheit angesehen werden sollte, die sich von den anderen Varianten unterscheidet.

Die Experten wiesen darauf hin, dass der Omikron-Stamm zunächst einen Anstieg der Zahl der leicht erkrankten Patienten verursacht und sich dann auf ältere Menschen ausbreitet.

Sie warnte, dass die neue Variante zu einem weiteren Anstieg der Zahl der schwer erkrankten und hospitalisierten Patienten führen könnte, was das medizinische System belasten und die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten stören würde.

Anzeige
Anzeige