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HomeNachrichten aus JapanGesundheit & WissenschaftIn Japan wächst der Markt für pflanzliche Alternativen zu Fleisch

Steigendes Umweltbewusstsein verändert Kaufverhalten

In Japan wächst der Markt für pflanzliche Alternativen zu Fleisch

Der Markt für pflanzliche Alternativen zu Fleisch wächst in Japan immer schneller. Grund dafür ist das Umweltbewusstsein der Menschen, das sich durch die sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels immer weiter vergrößert.

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Mittlerweile bietet sogar die Cafeteria des Kabinettsbüros in Tokyo eine vegane Alternative zu Lachsrogen an, der aus einer Mitzutamago-Mischung besteht.

Immer mehr Produkte bekommen pflanzliche Alternativen in Japan

Die pflanzliche Alternative der Rogens wird in Sojasauce eingelegt, um den Geschmack und die Haptik nachzuahmen. Ab September wird er auch in einem Restaurant in Tokyo auf der Karte stehen.

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Immer mehr Fleisch und Meeresfrüchte werden in Japan durch pflanzliche Produkte nachgebildet.

Nicht nur Fleischimitate aus Sojabohnen, sondern auch Käse, Eier und sogar Sashimi, wurden mittlerweile auf den Markt gebracht. Da sich immer mehr Verbraucher für diese Alternativen entscheiden, setzen die Lebensmittelhersteller große Erwartungen in diesen neuen Markt.

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Die Kewpie brachte im Juni pflanzliches Rührei auf den Markt, wofür sie Sojabohnen verwendet und ihre Erfahrung aus der Mayonnaiseproduktion voll ausgenutzt, um das Aussehen und das Gefühl im Mund beim Verzehr von weich gekochten Eiern zu reproduzieren.

Das Rüherei ist vorerst nur für Hotels, Fast-Food-Restaurants und andere Firmenkunden erhältlich und kostet für diese Kunden fast das Dreifache der mit echten Eiern zubereiteten Pendants.

J-Oil Mills hat im September damit begonnen, in Supermärkten in Tokyo und in sechs Präfekturen der Kanto-Region um die Hauptstadt herum Alternativen für Käse und Butter zu verkaufen, die von einem Lebensmittelhersteller in den Niederlanden importiert werden.

Substanzen aus Materialien wie Favabohnen wurden mit Kokosnussöl kombiniert, sodass sich die  Produkte genauso anfühlen und auf der Zunge zergehen wie echter Käse und echte Butter.

Alternativen zu Burger, Ramen und Fisch kommen auf den Markt

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Azuma Foods, ein Hersteller von Fischereiprodukten in der Präfektur Mie, will Ende September auf seiner Shopping-Website Ersatzprodukte für Thunfisch- und Lachs-Sashimi anbieten, die hauptsächlich aus Konjak-Pulver bestehen und Teil seiner Marude Sakana-Serie sind.

Burger-Restaurants wie Mos Burger, Freshness Burger und Lotteria haben Produkte mit Fleischimitaten auf Sojabasis auf den Markt gebracht. Steak Miya und Yakiniku Like setzen auf Sojabohnen, um ein imitiertes Hamburger-Steak bzw. Rippenfleisch zu servieren.

Die Ramen-Kette Ippudo bot im Februar dieses Jahres in einigen Filialen Ramen ohne tierische Zutaten zum Verkauf an. Bei dieser pflanzlichen Spezialität wurde der Schweinebraten durch Sojafleisch und die Schweinebrühe durch Sojamilch ersetzt.

Damit setzt sich der Trend nach pflanzlichen Ersatzprodukten auch in Japan immer mehr durch, ein Trend, der sich bereit in Europa und den USA verbreitet hat.

Die japanische Regierung sieht die Alternativen als guter Weg, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren, die bei der Tierzucht produziert werden.

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